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Social-Media-Kampagne gegen Cannabiskonsum: Kiffen ist uncool

Aufklärungskampagne gestartet : Drogenbeauftragte startet Social-Media-Kampagne gegen Cannabiskonsum

Mit einer Social-Media-Kampagne will die Bundesdrogenauftragte über die Gefahren des Cannabiskonsums aufklären. Cannabis werde in der Öffentlichkeit oft verharmlost, warnt auch der saarländische Drogenbeauftragte Stephan Kolling (CDU).

Die Bundesdrogenbeauftragte Daniela Ludwig hat eine neue Aufklärungskampagne gegen den Konsum von Cannabis bei Jugendlichen gestartet. Es gehe darum, zu vermitteln: „Kiffen ist nicht cool. Es ist cool, nicht zu kiffen“, sagte die CSU-Politikerin bei der Vorstellung am Freitag in Berlin. Cannabis sei bei jungen Menschen die illegale Droge Nummer eins. Bei vielen entstehe durch Legalisierungsdebatten der Eindruck, das sei ein „harmloses Kraut“. Man wisse aber aus zahlreichen Studien, dass ein früher und regelmäßiger Cannabiskonsum bei jungen Menschen zu schweren Gehirnschäden führen könne.

Über Plattformen wie TikTok, Youtube und Instagram sollen junge Menschen nun verstärkt vor den gesundheitlichen Risiken des Cannabiskonsums gewarnt und über mögliche Langzeitfolgen aufgeklärt werden. „Wir werden mit unserem neuen Social-Media-Präventionsangebot den Jugendlichen und jungen Erwachsenen dort begegnen, wo sie tagtäglich miteinander kommunizieren, Fotos und Storys teilen“, sagte Ludwig.

Die Chefin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), Heidrun Thaiss, sagte, Cannabis werde in der Öffentlichkeit oft verharmlost, der Konsum sei aber mit gesundheitlichen Folgen verbunden. Je früher, häufiger und intensiver die Droge konsumiert werde, desto größer sei das Risiko an einer Psychose oder sogar Schizophrenie zu erkranken.

Der saarländische Drogenbeauftragte, Gesundheitsstaatssekretär Stephan Kolling (CDU) begrüßte die Kampagne. „Zehn Prozent der 12- bis 17-Jährigen in Deutschland haben bereits Cannabis konsumiert und das Interesse steigt mit zunehmendem Alter. Diesem Trend müssen wir entgegenwirken!“ Auch Kolling betonte, dass in den Sozialen Netzwerken Cannabis häufig verharmlost werde. „Genau deshalb ist es so wichtig, dass mit der zielgerichteten Kampagne der Bundesdrogenbeauftragten erstmals auch hier auf die gesundheitlichen Risiken von Cannabis aufmerksam gemacht wird. Wir müssen mit Fakten und Argumenten dort ansetzen, wo sonst oft „Fake-news“ verbreitet werden“, so Kolling weiter.

Die BZgA plant zukünftig generell eine Erweiterung ihrer digitalen Angebote der Cannabisprävention speziell für Jugendliche. An junge Menschen, die bereits Drogen Erfahrung haben, richtet sich die BZgA seit vielen Jahren beispielsweise mit dem Informationsportal drugcom.de und dem Online-Verhaltensänderungsprogramm ‚Quit the shit‘.“