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So soll der Schutz vor Corona an Schulen im Saarland aussehen

Schulstart im Saarland 2021 : „Gesundheits-Schutzschirm“ an Saar-Schulen

Die CDU-Landtagsfraktion stellt mehr Tests pro Woche und erneut Masken im Unterricht im neuen Schuljahr zur Diskussion. Bildungsministerium schon zuvor in der Planung.

Zunächst stehen im Saarland die Sommerferien an. Doch die sollten laut CDU-Fraktion im saarländischen Landtag dringend genutzt werden, damit der Schulstart Ende August gelingen könne. Die Christdemokraten schlugen am Montag Maßnahmen vor, die es zu diskutieren, auf den Weg zu bringen und frühzeitig bekannt zu geben gelte. Allen voran ein „Gesundheits-Schutzschirm“. Der soll, so Fraktionschef Alexander Funk und Frank Wagner, bildungspolitischer Sprecher, in den ersten beiden Wochen des neuen Schuljahres greifen.

Dazu zähle die Wiedereinführung der Maskenpflicht im Unterricht zumindest in den ersten beiden Schulwochen. „Es hat sich gezeigt, dass Masken einen hohen Schutz vor Verbreitung des Coronavirus bieten“, sagte Wagner. Mitte August sollte eine „Bestandsaufnahme“ gemacht werden. Am Wochenende hatten mehrere Bundesländer bekannt gegeben, die Masken in den Schulen zeitweise wieder einsetzen zu wollen. „Da in vielen Länder früher als das Saarland ins Schuljahr starten, können wir uns an ihnen orientieren“, erklärte Wagner. Saar-Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot (SPD) hatte schon am Sonntag eine temporäre Maskenpflicht nicht ausgeschlossen, sollte die Infektionslage es erforderlich machen (wir berichteten).

Die CDU möchte auch verstärkt auf Tests setzen. Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) sprach Sonntag von weiterhin zwei Tests pro Woche in den Schulen. Die CDU-Fraktion hält hingegen drei Tests für sinnvoll. Nach SZ-Informationen war das Bildungsministerium bereits zuvor in den Planungen zur Fortführung der verpflichtenden, zwei Mal wöchentlich stattfindenden Tests für Schüler, Lehrkräfte und schulisches Personal. Streichert-Clivot will den Schülern zudem zwei Selbsttests zur Verfügung stellen, damit sie sich vor Schuljahresbeginn freiwillig testen können. Aber: Um die Sicherheit zu erhöhen, sollte das Ministerium anregen, dass sich am Wochenende vor Schulstart die Schüler „professionell in einem öffentlichen Testzentrum“ testen lassen, fordert die CDU. Dem Vernehmen nach hat das Ministerium bereits als Alternative zu den Selbsttests auf Tests in den Zentren verwiesen.

Außerdem sollten laut CDU die Verstärkerbusse bis mindestens zu den Herbstferien zur Verfügung stehen, da sich deren Einsatz bisher ausgezahlt habe, sagte Wagner.

Eine weitere Maßnahme sind die Luftfilter. Die CDU wirbt dafür, die Geräte für die Klassenräume anzuschaffen. Kommunen müssten für ihre Grundschulen wie auch für die Kitas mehr Gebrauch von den Landesfördermitteln machen. „Als Blaupause auf für den weiterführenden Bereich“. Hier sind sich alle Fraktionen im Landtag, CDU, SPD, Linke wie AfD einig: Luftfilter seien als Ergänzung eine gute Maßnahme.

Auseinander geht hingegen die Meinung innerhalb der großen Koalition was die Unterstützungsangebote angeht. Die Sozialdemokraten wollen sie verankert im Schulalltag sehen. Die CDU erneuerte am Montag ihre Forderung nach Angeboten in Kernfächern am Nachmittag.