1. Saarland
  2. Landespolitik

Saartoto: Ex-Minister Peter Strobel wechselt an Spitze – Unterstützung der SPD

SPD unterstützt Wechsel : Weg für Ex-Finanzminister Peter Strobel an die Saartoto-Spitze ist frei

Der frühere Finanzminister Peter Strobel soll in Kürze zu Saartoto wechseln. Die SPD im Landtag unterstützt den Wechsel des CDU-Politikers. Der frühere Politiker startet schon sehr bald.

Der Weg für den früheren saarländischen Finanzminister Peter Strobel an die Spitze der staatlichen Lottogesellschaft Saartoto ist frei. Die SPD trägt die Wahl des CDU-Mannes zum Nachfolger von Saartoto-Direktor Peter Jacoby (CDU) mit. Arbeitsbeginn soll der 1. Juli sein.

Strobel sei jemand, „der höchste fachliche Kompetenz hat und mit Sicherheit mit Stefan Pauluhn ein hervorragendes Team bilden wird“, sagte SPD-Fraktionschef Ulrich Commerçon.

Er verteidigte die Doppelspitze bei Saartoto, die seit Jahrzehnten einem CDU/SPD-Proporz folgt. Es sei „Konsens zwischen den Volksparteien, dass es vernünftig ist, das Vier-Augen-Prinzip zu wahren“.

Commerçon verwies auf die Bedeutung von Saartoto für die Sport- und Kulturförderung. Strobel, der vor seiner Zeit als Finanzminister ein mittelständisches Unternehmen geführt hatte, sei „keiner, der es nötig hätte, auf eine hochdotierte Position zu gehen“.

Auch die CDU-Fraktion im Landtag bekannte sich zur Doppelspitze. Der CDU-Abgeordnete Bernd Wegner sagte, Saartoto sei in den letzten 50 Jahren eine „hervorragend arbeitende Organisation“. Es gebe „eine fruchtbare, gute Zusammenarbeit gerade im Zusammenspiel der beiden großen Parteien“.

Kritik von der AfD

Als einzige Fraktion im Landtag kritisierte die AfD die Doppelspitze. Sie sei allein „dem Parteienproporz geschuldet“, sagte der Fraktionsvorsitzende Josef Dörr. Das „Geflecht“ und der „Filz“ zwischen CDU und SPD gingen auch ohne große Koalition weiter. Zum künftigen Saartoto-Chef äußerte sich Dörr wohlwollend: Er sei „ein Pluspunkt der vergangenen Regierung“ gewesen: „Wir haben an ihm persönlich nichts auszusetzen.“