Nach Kritik von CDU und Polizei Landesregierung sieht keine Grundlage für vermehrten Cannabis-Tourismus im Saarland

Saarbrücken · Kommen durch die Teillegalisierung von Cannabis künftig viele Touristen aus Frankreich und Luxemburg zum Kiffen und Drogenkaufen ins Saarland? Diese Befürchtung hat vor allem die CDU, aber auch die Gewerkschaft der Polizei im Saarland. Die Landesregierung sieht das anders.

Die CDU-Saar und die Gewerkschaft der Polizei befürchten vermehrten Cannabis-Tourismus durch die Legalisierung von Gras. Doch warum sollten überhaupt Ausländer zum Kiffen ins Saarland kommen?

Die CDU-Saar und die Gewerkschaft der Polizei befürchten vermehrten Cannabis-Tourismus durch die Legalisierung von Gras. Doch warum sollten überhaupt Ausländer zum Kiffen ins Saarland kommen?

Foto: dpa/Christoph Soeder

Immer wieder haben Politiker der CDU Saar und der Gewerkschaft der Polizei im Saarland vor einer Teillegalisierung von Cannabis gewarnt und dabei unter anderem ein Argument genannt: Cannabis-Tourismus. So befürchtet CDU-Landeschef Stephan Toscani durch die Cannabislegalisierung negative Folgen für das Saarland, „weil wir durch die Grenznähe zu Frankreich und Luxemburg befürchten müssen, dass das Saarland zu einem Drogenumschlagplatz wird, deshalb sind wir strikt gegen dieses Gesetz“. Dieser Kritik schlossen sich öffentlich unter anderem der Generalsekretär der CDU Saar, Frank Wagner, der Saarbrücker Oberbürgermeister Uwe Conradt (CDU) sowie der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Andreas Rinnert, an.