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Saarland setzt Krisenstab wegen Corona-Virus ein - Gesundheitsministerium übernimmt Federführung

Gesundheitsministerium übernimmt Federführung : Saarland setzt Krisenstab wegen Coronavirus ein

Bei der Vorbereitung auf Infektionen übernimmt das Gesundheitsressort die Federführung.

Das neuartige Coronavirus versetzt auch Deutschland in den Krisenmodus. In mehreren Bundesländern wird nach möglichen weiteren Sars-CoV-2-Infizierten gesucht. Bis Donnerstagabend waren bundesweit 26 Fälle bestätigt – davon bislang allerdings keiner im Saarland. Dennoch bereitet sich die Landesregierung auf mögliche Infektionen vor.

Dabei laufen nun alle Fäden im saarländischen Gesundheitsministerium zusammen. Staatssekretär Stephan Kolling (CDU) leitet einen Kristenstab, sein Haus unterstützt die Gesundheitsämter im Land mit einem Lagezentrum und einer „Task Force“ – ebenfalls unter Führung des Stellvertreters von Gesundheitsministerin Monika Bachmann (CDU). Schon jetzt seien die Experten ihres Hauses rund um die Uhr für die Gesundheitsämter erreichbar, sagte Bachmann.

Am Donnerstag lud Kolling neben den übrigen Ministerien unter anderem auch Experten aus dem Gesundheitswesen sowie Vertreter der Kommunen und Landkreise ein, um die aktuelle Lage zu besprechen. Ministerin Bachmann appellierte an Unternehmen und öffentliche Einrichtungen im Saarland, ihre Pandemiepläne zu überprüfen und anzupassen. Der Hinweis ziele insbesondere auf Verkehrs- und Transportunternehmen, sagte die Ministerin.

Im Nachbarland Rheinland-Pfalz gibt es inzwischen zwei bestätigte Corona-Fälle: Am Mittwoch war das Virus bei einem 41 Jahre alten Soldaten im Bundeswehrzentralkrankenhaus in Koblenz festgestellt worden. Der zweite nachgewiesene Fall kam am Donnerstag im Westpfalz-Klinikum in Kaiserslautern dazu.

In der saarländischen Bevölkerung wächst nun ebenfalls die Sorge wegen Corona. Bachmann verwies deshalb auf die neue Hotline (0681) 501-44 22. Hier können Bürger Fragen zum Virus stellen.