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Saarland: Kino, Friseur, Sport – Was Corona-Ungeimpfte nicht mehr dürfen

Strenge Corona-Regeln : Kino, Friseur-Besuch, Sport: Das dürfen Ungeimpfte im Saarland seit Samstag nicht mehr

Im Saarland hat am Donnerstag der Ministerrat getagt und strenge neue Corona-Regeln beschlossen, die am Samstag in Kraft getreten sind. Für Ungeimpfte bedeuten die 2G-Beschlüsse extreme Einschränkungen.

Seit dem 20. November gelten im Saarland strenge 2G-Regeln. Das wurde am Donnerstag, 18. November, vom Ministerrat beschlossen. Die Regeln im Saarland sind noch strenger als die, die bundesweit von dem Bund-Länder-Gipfel beschlossen wurden und bedeuten für Ungeimpfte erneut erhebliche Einschränkungen im öffentlichen Leben.

Die Hospitalisierungsrate, die bundesweit als Indikator für schärfere Regeln gelten soll, ist im Saarland im Vergleich zu den anderen Bundesländern noch niedriger. Dennoch werden jetzt schon schwere Maßnahmen getroffen. Anfang November lag die Inzidenz im Saarland noch bei 72, am 10. November bei 139 und am 22. November auf über 350. Auch die Zahlen der Patienten auf den Intensivstationen steigen wieder.

„Indem wir unabhängig von der Hospitalisierungsrate in zahlreichen Bereichen die 2G-Regel und in Clubs und Diskotheken die 2G-Plus-Regel einführen und damit noch etwas über den MPK-Beschluss hinausgehen, wollen wir dem Gesundheitssystem und allen Menschen im Saarland den bestmöglichen Schutz bieten, kommentierte Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) die Beschlüsse.

Unterschieden wird in den Regelungen zwischen 2G (Geimpft oder genesen), 2G+ (Geimpft oder genesen und zusätzlich getestet) sowie 3G (Geimpft, genesen oder getestet). Überall dort, wo 2G oder 2G+ gilt, sind ungeimpfte Menschen grundsätzlich nicht erlaubt. Ausnahmen gelten für Personen, die jünger als sechs Jahre alt sind, Schüler, die regelmäßig die Schultestungen durchlaufen und Personen mit medizinischer Kontraindikation.

Ungeimpfte sind demnach seit Samstag von folgenden Bereichen ausgeschlossen:

  • körpernahe Dienstleistungen wie Friseure, Kosmetik, Fußpflege oder Nagelstudios
  • Übernachtungsangebote
  • den Innenbereichen von Freizeitparks und Freizeitangeboten
  • kulturellen Betätigungen in Gruppen in Innenbereichen
  • den Besuch von Schwimm- und Spaßbädern, Thermen und Saunen
  • Teilnahme am Freizeit- und Amateursportbetrieb
  • Tanzschulen und Fitnessstudios und vergleichbare Sporteinrichtungen im Innenbereich
  • Besuch des Wettkampf- und Trainingsbetriebs des Freizeit- und Amateursports sowie des Berufs- und Kadersports als Zuschauer im Innenbereich
  • Besuch von Spielhallen, Spielbanken und Wettannahmestellen privater Anbieter im Innenbereich
  • Besuch von Gastronomie, Mensen und Betriebskantinen im Innenbereich
  • Reisebusreisen, Schiffsreisen und Ähnliches
  • Besuch von Museen, Theatern, Konzerten, Opern und Kinos
  • Teilnahme an öffentlichen und privaten Veranstaltungen im Innenbereich
  • Inanspruchnahme von sexuellen Dienstleistungen
  • Als schulfremde Person bei schulischen Veranstaltungen im Innenbereich
  • Besuch von Clubs und Diskotheken (hier gilt 2G+)
  • Besuch von Krankenhäusern, Reha-Kliniken und Pflegeeinrichtungen (hier gilt 2G+)

Eine Ausnahme von der Regel stellen Autobahn-Raststätten dar. Die Abgabe von Speisen bleibt generell möglich. In den Mensen von Universitäten gilt außerdem 3G. Auf Messen und Märkten gilt seit Samstag auch im Außenbereich eine Maskenpflicht – es sei denn 3G kann kontrolliert werden. Bei schulischen Veranstaltungen (Ausnahme schulfremde Personen), beim Präsenzunterricht an den Hochschulen, bei Trauungen und in Fahrschulen gilt nun die 3G-Regel.