Diese Probleme birgt die Krankenhausreform Droht im Saarland ein Krankenhaussterben durch die Hintertür?

Saarbrücken · Dem Krankenhauswesen geht es bundesweit nicht gut. Richten soll es die Krankenhausreform, die auch im Saarland sehnlich erwartet wird. Aber sie ist noch vage. Welche Fallstricke könnte sie bergen und welche Lösungen gibt es? Darüber diskutierten saarländische Experten.

Bund und Länder ringen um die Krankenhausreform, die Kliniken von finanziellem Druck befreien soll. Auch im Saarland sind hohe Erwartungen an die Reform geknüpft.

Bund und Länder ringen um die Krankenhausreform, die Kliniken von finanziellem Druck befreien soll. Auch im Saarland sind hohe Erwartungen an die Reform geknüpft.

Foto: dpa/Marijan Murat

„Man merkt, dass im Klinikalltag die finanzielle Situation immer mehr in den Mittelpunkt rückt“, sagt Dr. Dorothea Kerner, Oberärztin in der Radiologie am Universitätsklinikum des Saarlandes in Homburg. Personalmangel sei grundsätzlich, der Druck sei groß. „Die Bürokratie war noch nie so groß und ineffizient wie heute“, berichtet wiederum Dr. Josef Mischo, Facharzt für Chirurgie in der Marienhausklinik in Ottweiler. Angesichts der Patientenzahlen habe das Krankenhauswesen zu wenige Ärzte. Und: Zu Recht lasse sich die heutige Generation nicht mehr so ausbeuten wie es früher üblich war. „Ich kann mich noch gut erinnern: Samstag begann der Dienst in der Klinik um 10 Uhr, Montag um 16 Uhr war ich raus. Drei Tage, Tag und Nacht. Das ist inakzeptabel und auch für Patienten nicht zumutbar“, sagt Mischo.