Bildungsministerium will handeln Alarmierende Befunde aus Kitas und Schulen im Saarland: „Das Sprachproblem ist riesig“

Saarbrücken · Die Sprachdefizite in saarländischen Kitas und Grundschulen nehmen immer weiter zu. Zugleich beklagen sich befristete Sprachförderlehrkräfte über fehlende Berufsperspektive. Das saarländische Bildungsministerium will nun mehr Förderkräfte mit Zeitkräften entfristen. Das Grundproblem werden sie wohl dennoch nicht lösen können.

 Die Zahl der Erstklässler ohne ausreichende Deutschkenntnisse hat sich in den vergangenen knapp acht Jahren im Saarland vervierfacht.

Die Zahl der Erstklässler ohne ausreichende Deutschkenntnisse hat sich in den vergangenen knapp acht Jahren im Saarland vervierfacht.

Foto: dpa/Bernd Weißbrod

Nein, es ist nicht so, dass nur Kinder, deren Erstsprache nicht Deutsch ist, hierzulande Sprachdefizite aufweisen. Auch beim deutschen Nachwuchs schwindet die Kenntnis der eigenen Muttersprache. Probleme bei Satzbildung und Grammatik und ein begrenztes Vokabular nehmen zu. Dass immer mehr Grundschüler Defizite in Deutsch mitbringen, zieht sich als roter Faden durch die jüngsten IQB-, Iglu-, Ifo- und Pisastudien. Dasselbe Bild zeigt sich republikweit bei Sprachstandstests von einzuschulenden Kindern: Auch dort häufen sich die alarmierenden Befunde.