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Saarländischer Grünen-Parteitag: Delegierte wählen nur offene Stellen im Landesvorstand

Saarländischer Grünen-Parteitag : Nur offene Stellen nachbesetzen: Saar-Grüne wollen keinen neuen Landesvorstand wählen

Mehrere Anträge, den Landesvorstand komplett neu zu wählen, wurden abgelehnt.

Nur die vakanten Stellen nachbesetzen oder den Landesvorstand in Gänze neu wählen. Darüber haben die Delegierten bei dem Landesparteitag der Saar-Grünen zunächst abgestimmt, bevor es mit der Tagesordnung überhaupt erst losgehen konnte.

Mehrere Delegierte forderten, alle Positionen im Landesvorstand neu zu wählen. Lisa Becker, stellvertretend für einige, die einen vollkommen neuen Landesvorstand wollten, sagte: „Der Landesvorstand schadet dem Landesverband.“ Er sei aktiv daran beteiligt gewesen, dass die Landesliste mit Jeanne Dillschneider an der Spitze für die Bundestagswahl letztlich nicht zugelassen wurde. „Unwahrheit“, rief Hubert Ulrich dazwischen. „Wir brauchen einen Landesvorstand, der sich wirklich für den Landesverband einsetzt“, entgegnete Becker.

Ex-Umweltstaatssekretär Klaus Borger wiederum sprach sich dafür aus, den Landesvorstand lediglich nach zu besetzen. Der verbliebene Landesvorstand habe sich auch aktiv für eine inhaltliche Arbeit eingesetzt. „Den Misstrauensvorwurf weise ich entschieden zurück. Schenken wir den Leuten, die im vergangenen halben Jahr alles über Wasser gehalten haben, unser Vertrauen.“

Man einigte sich darauf, diese Frage in einer geheimen Wahl zu klären. Mit dem Ergebnis, dass der Antrag auf eine Neuwahl des Landesvorstands mit 86 zu 61 Delegiertenstimmen abgelehnt wurde.