Saarländischer Grünen-Chef fordert mehr Sicherheitspersonal an Bahnhöfen

Investitionsoffensive gefordert : Saar-Grüne: Mehr Sicherheit an Bahnhöfen

Der saarländische Grünen-Bundestagsabgeordnete und Chef der Saar-Grünen, Markus Tressel, drängt auf ein neues Komfort- und Sicherheitskonzept für den Bahnverkehr im Saarland. Dazu regt er in einem Positionspapier mehrere Maßnahmen an.

Notwendig sei mehr Sicherheitspersonal in den Zügen und auf den Bahnhöfen. Viele Bahnhöfe seien in schlechtem Zustand und die Aufenthaltsqualität oft miserabel. Auch könnten Bundes- und Landespolizei wegen des akuten Personalmangels die Sicherheit vor und in den Bahnhöfen nicht angemessen gewährleisten. Tressel: „Wie mir die Bundesregierung mitteilt, gibt es seitens des Saarlandes keine Mindestvorgaben an die DB-Regio für den Einsatz von Sicherheitsbegleitpersonal in den Zügen. Lediglich auf die Eigeninitiative der Verkehrsunternehmen zu setzen, ist hier zu wenig.“

Zudem seien viele Bahnhöfe verwahrlost und zugemüllt, Unterführungen oft schlecht beleuchtet und von einem üblen Uringeruch geprägt. Tressel: „An gerade einmal acht Bahnhöfen gibt es Toiletten, sogar größere Bahnhöfe wie Völklingen oder St. Ingbert sind ohne sanitäre Anlagen. Zudem ist das wöchentliche Mindestreinigungs-Intervall für kleinere Bahnhöfe offensichtlich zu wenig. Wir brauchen eine Investitionsoffensive, sowie bessere Wartung und Pflege der Bahnhöfe“.

Konkret fordert Tressel Zugbegleiterinnen und Zugbegleiter in allen Zügen, die Sicherheitsbegleitung in den Abendstunden auszubauen, mehr Polizeipräsenz auf Bahnhöfen und in Zügen, die Bahnsteige sicherer zu gestalten, die Aufenthaltsqualität zu erhöhen sowie Präventionsmaßnahmen, um über Gefahren an Bahnhöfen und Bahnsteigen aufzuklären.

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