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Saarländische Fleischindustrie wird auf Corona getestet

Ministerien für Umwelt und Gesundheit : Saarländische Fleischindustrie wird auf Corona getestet

Spätestens seitdem sich in den Fleischfabriken der Firma Tönnies in Gütersloh viele Mitarbeiter mit Covid-19 ansteckten, wurden auch im Saarland die Forderungen laut nach Tests in den heimischen Betrieben. Nun lenkt die Landesregierung ein.

Bisher gibt es in der saarländischen Fleischindustrie keine nachgewiesenen Coronafälle. Doch die Beispiele aus Nordrhein-Westfalen und anderen Bundesländern haben gezeigt, dass die in der Branche herrschenden Arbeitsbedingungen die Angestellten einem hohen Ansteckungsrisiko aussetzen. Deshalb gab es viele Forderungen, auch im Saarland die Fleischarbeiter zu testen. Die Ministerien für Gesundheit und Umwelt haben solche Überprüfungen nun angekündigt.

Bei den Testungen der Beschäftigten auf das Coronavirus SARS-CoV-2 werden sowohl Personen mit Werkverträgen als auch die Stammbelegschaft überprüft, heißt es in einer Mitteilung. Die saarländische Landesregierung wolle etwaigen Ausbrüchen, wie in anderen Regionen Deutschlands, zuvorkommen und über die umfangreichen Testungen möglicherweise unentdeckte Fälle in diesem Bereich frühzeitig identifizieren.

Riesige Fabriken mit bis zu 10 000 Mitarbeitern wie bei Tönnies gibt es im Saarland zwar nicht. Dennoch wolle man vorsichtig sein und sicherheitshalber testen, sagt Umweltminister Reinhold Jost von der SPD. Gesundheitsministerin Ministerin Monika Bachmann (CDU) betont, die Krise sei noch nicht vorbei, weshalb Wachsamkeit wichtig bleibe.