Saarländer sollen Wald nach Sturmtief „Sabine“ meiden

5000 Kubikmeter zerstörte Bäume : Saarländer sollen Wald nach Sturmtief „Sabine“ meiden

Nach dem Sturmtief „Sabine“ warnt Umweltminister Reinhold Jost (SPD) „eindringlich“ vor Spaziergängen im Wald. Die Waldwege im Saarland seien derzeit nicht sicher.

„Wir müssen auch in den kommenden Tagen immer damit rechnen, dass weitere Bäume umfallen oder abgebrochene Äste runterkommen“, erklärte Jost am Freitag in Saarbrücken.

Nach Angaben des Umweltministeriums fielen durch das Sturmtief „Sabine“ im Staatswald und in kommunalen Wäldern, die vom Landesbetrieb Saarforst betreut werden, insgesamt 5000 Kubikmeter Sturmholz an. So nennt man Bäume, die von Stürmen oder Orkanböen entwurzelt oder abgeknickt werden. Am stärksten sei der Wald um Tholey betroffen gewesen, lautet die erste Schadensbilanz des Ministeriums – die weniger schlimm ausfällt als befürchtet.

Wie erwatet seien vor allem Fichten umgeweht worden, erklärte das Ministerium. Sie böten Stürmen eine gute Angriffsfläche, weil sie durch einen Borkenkäferbefall meist vorgeschädigt seien. Daher rechnen die Behörden auch mit weiteren Schäden – und Gefahren für Spaziergänger: „Wir müssen damit rechnen, dass durch das Sturmtief verursachte Wurzelabrisse die Vitalität und Stabilität der Bäume beeinträchtigen werden“, sagt Jost – der Saarländerinnen und Saarländern daher von Waldwegen abrät: „Meiden Sie sie bei Ihren Spaziergängen!“