Saarbrücker Feuerwehrchef Schun ist zurück auf seinem Posten

Berufsfeuerwehr : Saarbrücker Feuerwehrchef Schun ist jetzt zurück auf seinem Posten

Der zeitweilig in die Rathaus-Verwaltung versetzte Chef der Berufsfeuerwehr Saarbrücken, Josef Schun, ist wieder auf seinem Posten. Man habe die „vorläufige Rückumsetzung“ des Feuerwehrchefs veranlasst, teilte die Stadt Saarbrücken am Mittwoch mit.

Zuvor hatte das Oberverwaltungsgericht (OVG) einen Antrag der Stadt zurückgewiesen, den Sofort-Vollzug der „Rückumsetzung“ bis zum 23. April auszusetzen.

Das Verwaltungsgericht hatte die Saarbrücker Oberbürgermeisterin Charlotte Britz (SPD) angewiesen, den früheren Chef der Berufsfeuerwehr wieder auf seinen alten Posten „rückumzusetzen“. Nach Bekanntwerden des Beschlusses vom 9. April hatten sich zahlreiche Mitarbeiter krankgemeldet. Nach Angaben der Stadt vom Dienstag waren es mehr als 90 von rund 200. Von 46 bisher untersuchten Feuerwehrbeamten habe das Gesundheitsamt alle Krankschreibungen bestätigt, teilte die Stadt am Mittwoch mit.

Die Kommunalaufsicht hatte Britz bereits am Freitag an ihre „Fürsorgepflicht gegebüber Ihrem Mitarbeiter Schun“ erinnert. Nach Angaben der Stadtverwaltung hat der Rechtsstreit mit Schun bisher rund 9300 Euro gekostet.

Der Feuerwehrchef war im September 2018 wegen eines „angeblich zerrütteten Vertrauensverhältnisses zwischen ihm und einem Teil der Mitarbeiter der Feuerwehr sowie dem Führungsdienst im Amt“ abgesetzt worden. Die Stadt Saarbrücken kündigte an, ihre vor dem OVG eingelegte Beschwerde gegen den Beschluss des Verwaltungsgerichts weiterverfolgen zu wollen.

Um den Brandschutz in Saarbrücken zu gewährleisten, will die Stadt alle geeigneten Freiwilligen Feuerwehrleute, die bei ihr beschäftigt sind, für den Dienst bei der Feuerwehr freistellen – bei Fortzahlung der Bezüge.

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