Vorwurf der Misshandlung und antisemtischen Beleidigung Saarbrücker Burschenschaft will Ermittler unterstützen

Saarbrücken · Nach der mutmaßlichen Misshandlung und antisemitischen Beleidigung eines Studenten im Haus der Heidelberger Burschenschaft Normannia hat sich die Saarbrücker Burschenschaft Ghibellinia zu Prag erstmals zu den Vorwürfen gegen drei ihrer Mitglieder geäußert.

 In diesem Haus der Heidelbeger Burschenschaft Normannia soll ein Student (25) unter anderem mit Gürteln geschlagen worden sein, nachdem er mitteilte, dass er jüdische Vorfahren hat. Drei der insgesamt acht Beschuldigten kommen laut Staatsanwaltschaft aus dem Saarland.

In diesem Haus der Heidelbeger Burschenschaft Normannia soll ein Student (25) unter anderem mit Gürteln geschlagen worden sein, nachdem er mitteilte, dass er jüdische Vorfahren hat. Drei der insgesamt acht Beschuldigten kommen laut Staatsanwaltschaft aus dem Saarland.

Foto: dpa/Uwe Anspach

Der Vorstand des Altherrenverbandes der Ghibellinia unter Führung des Völklinger Gynäkologen Horst Zimmermann erklärte, man lehne alle Einstellungen und Handlungen strikt ab, die sich gegen Recht und Gesetz richten. „Insbesondere extremistische und antisemitische Einstellungen oder gar Taten verurteilen wir auf das Schärfste.“ Das Grundgesetz sei „die Grundlage für unser Denken und Handeln“.

Die Ghibellinia sei von den laufenden Ermittlungen nicht betroffen. „Von diesen berichteten Vorfällen distanziert sich unsere Verbindung in aller Deutlichkeit“, so der Altherrenverband. „Sollte gegen einzelne Mitglieder unserer Burschenschaft ermittelt werden, werden wir selbstverständlich die laufenden Ermittlungen unterstützen und in vollem Umfang mit den zuständigen Behörden zusammenarbeiten. Wir vertrauen voll und ganz den zuständigen Behörden und verweisen im Sinne unserer Rechtsstaatsprinzipien auf die Unschuldsvermutung in laufenden Ermittlungen.“

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Heidelberg sind drei der acht Beschuldigten Angehörige der Burschenschaft Ghibellinia zu Prag in Saarbrücken, alle zwischen 20 und 30 Jahre alt. Die acht Beschuldigten sollen einen Studenten – einen Angehörigen einer anderen Studentenverbindung – bei einer Verbindungsfeier der Heidelberger Burschenschaft Normannia in der Nacht zum 29. August mit Gürteln geschlagen und antisemitisch beleidigt haben. Zuvor soll der Student gesagt haben, dass er jüdische Vorfahren hat.

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