Saar-Winzer präsentieren neue Weine

Saar-Winzer präsentieren neue Weine : „Bester Jahrgang seit Winzer-Gedenken“

Beim Weinforum der SZ haben am Freitag saarländische Winzer den neuen Jahrgang vorgestellt – und sind dabei ins Schwärmen geraten.

Weinliebhaber sind am Freitag in Saarbrücken voll auf ihre Kosten gekommen: Acht Weinbaubetriebe aus dem saarländischen Anbaugebiet zwischen Perl und Nennig haben beim Weinforum im Pressehaus der Saarbrücker Zeitung den 2018er Jahrgang präsentiert. Insgesamt 70 neue Weine boten die Winzer zur Verkostung an.

„Das ist der beste Jahrgang seit Winzer-Gedenken“, sagt Gerd Petgen, Präsident des Saarländischen Winzerverbandes. Sowohl die Qualität als auch die Quantität seien herausragend. „Das werden wir vermutlich so schnell nicht wieder erleben“, mutmaßt Petgen. Nach seinen Angaben haben die Saar-Winzer rund 900 000 Liter geerntet. Der Jahrgang zeichne sich durch hohe Mostgewichte und wenig Säure aus. Die Weine seien sehr harmonisch, vollmundig, kräftig und herzhaft. Sie besäßen bis zu 15 Volumenprozent Alkohol. „Das gab es noch nie“, sagte Petgen. Um einen Jahrgang auszumachen, der an den aktuellen herankommt, muss Petgen viele Jahre zurückgehen: „2003 war ähnlich und ist vielleicht vergleichbar, aber 2018 ist von der Wertigkeit eindeutig höher anzusehen.“ Die Topweine des Jahrgangs sind für ihn der Grauburgunder und der Auxerrois. „Durch ihre Fülligkeit haben sie einen fast südländischen Charakter“, schwärmt der Winzerpräsident.

Auch die anderen Winzer geraten beim Weinforum ins Schwärmen, darunter Thomas Schmitt vom Perler Weingut Schmitt-Weber, der von einem „außerordentlichen Jahrgang“ spricht. So etwas erlebe man nicht häufig im Winzerleben. Der Jahrgang sei sehr vielseitig, Liebhaber von jungen, spritzigen Weinen kämen genauso auf ihre Kosten wie Liebhaber von kräftigen Weinen. Sein aktueller Tipp lautet: Weißburgunder, am besten zu Spargel.

Markus Foetz von der Winzergenossenschaft Moselland bevorzugt derzeit einen Grauburgunder-Rivaner Cuvée. „Da sind das Typische eines Grauburgunders und das Fruchtige eines Rivaners vereint – das macht ihn für mich zu einem sehr runden Wein.“ Den 2018er Jahrgang bezeichnet er als „einmalig“. Simon Ollinger vom Bio-Weingut Ollinger-Gelz sieht das genauso: „Die Weine sind durch die Bank aromatisch und kräftig – wir sind sehr zufrieden.“

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