Saar-Linke: Parteiausschluss nach Protestaktion gefordert

Kostenpflichtiger Inhalt: Nach Eklat beim Landesparteitag : Saar-Linke: Parteiausschluss nach Protestaktion gefordert

Nach dem Eklat beim Landesparteitag der Saar-Linken könnte es ein Ausschlussverfahren gegen drei Nachwuchspolitiker geben.

Mitglieder der Linksjugend hatten Ende September beim Parteitreffen in Wiebelskirchen gegen die Kandidatur des Kommunalpolitikers Mekan Kolasinac für den Landesvorstand der Linken protestiert (wir berichteten). Während der Bewerbungsrede von Kolasinac hielten sie eine Israel-Flagge in die Höhe. Kolasinac hatte vor zwei Jahren den Linken-Bundesvorsitzenden Bernd Riexinger auf Facebook als „falschen hinterlistigen Juden“ bezeichnet. Deshalb wirft man ihm in der Linksjugend offen Antisemitismus vor.

Nun soll nach SZ-Informationen ein Parteimitglied der Linken bei der Landesschiedskommission den Ausschluss der Protestierenden beantragt haben. Linken-Landeschef Thomas Lutze konnte das am Montag nicht bestätigen, er sprach jedoch von entsprechenden Gerüchten. „Von unserer Seite gibt es null Interesse, auf diese Weise eine politische Auseinandersetzung zu führen“, sagte Lutze.

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