Saar-Grüne fordern Programm für Aufforstung

Klimaschutz : Saar-Grüne fordern Programm für Aufforstung

Die Saar-Grünen fordern ein Aufforstungsprogramm für das Saarland. Neben von Stürmen, Schädlingen oder Dürreschäden betroffenen Waldgebieten kämen vor allem auch ertragsschwache Ackerflächen für neue Klimawälder mit geeigneten heimischen Baumarten in Betracht, erklärte der Grünen-Landeschef und Bundestagsabgeordnete Markus Tressel.

Er reagierte damit auf ein aktuelle Studie des Crowther Lab der ETH Zürich, erschienen in der Zeitschrift „Science“. Die Schweizer Forscher kommen zu dem Ergebnis, dass weltweit eine Aufforstung auf einer Fläche von 0,9 Milliarden Hektar möglich wäre – wodurch der Wald zwei Drittel der CO2-Emissionen aufnehmen könnte. „Der ETH-Studie zufolge kann die Aufforstung einen deutlich größeren Beitrag zur Bekämpfung der Klimakrise leisten als bisher angenommen – vorausgesetzt, es wird zügig und entschlossen gehandelt“, erklärte Tressel. „Mit einem Aufforstungsprogramm können wir auch im Saarland dazu einen Beitrag leisten.“ Das Land müsse dafür geeignete Flächen ermitteln. Tressel brachte dafür auch ertragsschwache Ackerflächen ins Spiel – welche die Landesregierung für Solarkraftewerke geöffnet hat. „Auf diesen sogenannten Grenzertragsböden könnten neue Klimawälder mit geeigneten heimischen Baumarten entstehen“, sagte Tressel. Auch könnten Ausgleichsmaßnahmen künftig gezielt für neue Klimawälder genutzt werden.“

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