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RKI: Corona-Inzidenz im Saarland steigt, viele weitere Tote in Deutschland

Aktuelle Angaben des RKI : Corona im Saarland: Inzidenz steigt in allen Kreisen – mehr als 500 Tote in Deutschland innerhalb eines Tages

Einen erheblichen Sprung bei den Neuinfektionen innerhalb eines Tages legt das Saarland hin. Die Hälfte aller Landkreise im Saarland hat die 400er-Schwelle bei den Neuinfektionen innerhalb einer Woche wieder erreicht. Das meldet das Robert-Koch-Institut. Und es gibt auch weitere Tote im Zusammenhang mit dem Covid-19-Virus.

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am Mittwoch, 8. Dezember, 757 Neuinfektionen mit dem Coronavirus für das Saarland gemeldet. Am Vortag waren es 219 gewesen, am Montag 239. 65 664 Fälle gab es damit im Saarland insgesamt seit Pandemie-Beginn. Aus den Landkreisen werden außerdem drei weitere Todesfälle gemeldet – 1130 Menschen starben mit oder an dem Coronavirus seit dem Ausbruch der Pandemie.

Die Inzidenz steigt nach einem leichten Rückgang erneut . Saarlandweit liegt sie jetzt bei 409,7 . Am Vortag betrug sie 401,5. 

Die niedrigste Inzidenz weist weiterhin der Landkreis St. Wendel mit jetzt 343,5 (Vortag: 3329,6) auf. Saarlouis hat mit 492,9 nach wie vor die höchste Inzidenz und stagniert auf dem Montag-Wert.

Nachdem die Regionen zuletzt unterschiedliche Tendenzen aufgewiesen haben, stiegen die Fallzahlen in allen Landkreisen und im Regionalverband Saarbrücken. Der Saarpfalz-Kreis kletterte erneut über die 400er-Marke. Damit liegen jetzt drei Landkreise über diesem Schwellenwert. Alle Details stehen in der Tabelle.

Corona-Zahlen für Deutschland: viele Tote

Die Zahl der binnen eines Tages gemeldeten Corona-Toten erreichte den höchsten Stand seit Februar. Die Gesundheitsämter übermittelten dem RKI binnen 24 Stunden 527 Fälle von Menschen, die an oder mit Corona gestorben sind, wie aus RKI-Zahlen von Mittwochmorgen hervorgeht. Momentan ist die Zahl der täglich übermittelten Corona-Toten noch deutlich kleiner als zum Höhepunkt der zweiten Corona-Welle Ende vergangenen Jahres – und das, obwohl es momentan wesentlich mehr Ansteckungen gibt als damals. Experten führen das auf den positiven Effekt der Impfung zurück, die wirksam vor schweren Krankheitsverläufen schützt.

Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI mit 427 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 432,2 gelegen – allerdings gab es dabei technische Schwierigkeiten bei der Übermittlung der Zahlen aus Sachsen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 442,9 (Vormonat: 201,1). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 69 601 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 4.28 Uhr wiedergeben. Vor genau einer Woche waren es 67 186 Ansteckungen.

Bei der Bewertung des Infektionsgeschehens ist zu bedenken, dass Experten derzeit von einer merklichen Untererfassung ausgehen. Gesundheitsämter und Kliniken kommen demnach mit der Meldung von Fällen zumindest in einzelnen Regionen nicht mehr hinterher.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 6 291 621 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Dienstag mit 5,45 an (Montag: 5,32). Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Mittwoch mit 5 225 700 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 104 047.