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Rheinland-Pfalz: Landesregierung glaubt weiter an Chancen für den Hahn

Krisengeschüttelter Regionalflughafen : Land glaubt weiter an Chancen für den Hahn

Die CDU sorgt sich um die Zukunft des Regionalflughafens und fordert Klarheit von der Landesregierung. Diese sieht keine Anzeichen für einen Rückzug der chinesischen Eigentümer.

Trotz der jüngsten Wirren um die künftige Rolle des irischen Billigfliegers Ryanair sieht die rheinland-pfälzische Landesregierung weiter Zukunftschancen für den Regionalflughafen Hahn. „Ich habe keine Signale vom jetzigen Eigentümer HNA, dass sie sich zurückziehen wollen“, sagte Innenminister Roger Lewentz (SPD) der Deutschen Presse-Agentur.

Die CDU rief die Landesregierung auf, bei der künftigen Entwicklung des im Hunsrück gelegenen Flughafens für Klarheit zu sorgen.

Der CDU-Spitzenkandidat für die Landtagswahl im Frühjahr 2021, Christian Baldauf, erklärte am Sonntag im Anschluss an ein Gespräch mit Unternehmern und Kommunalpolitikern am Hahn: „Wir fordern eine klare Aussage der Landesregierung, ob sie weitere Flächen des Hunsrück-Airports verkaufen will.“ Er fügte die Frage hinzu: „Steht das Land noch hinter dem Flughafen?“ Region, Geschäftsleute und ansässige Betriebe am Hahn seien in großer Sorge.

Der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Alexander Licht erklärte, dass es jetzt Antworten geben müsse „zum derzeit verhandelten Verkauf weiterer Flächen, den sogenannten Optionsflächen aus dem Kaufvertrag an die HNA Airport Group“. Die Schlagzeilen der vergangenen Wochen zu einer möglichen Schließung der Ryanair-Basis am Hahn seien beunruhigend.

Mit Blick auf den chinesischen Eigentümer des Flughafens sagte Licht: „Es kann nicht sein, dass das Schicksal einer ganzen Region in den Händen der KP in China liegt.“

Innenminister Roger Lewentz sagte, er sehe weiterhin Chancen für die künftige Bedeutung des Regionalflughafens als Teil eines Verbundsystems im Luftverkehr. Die Corona-Pandemie habe jetzt zwar den Flugverkehr durcheinandergewirbelt. „Aber irgendwann wird die alte Situation wieder erreicht“, sagte der SPD-Landesvorsitzende.

(dpa)