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Rechtsverordnung ab Sonntag: Saarland setzt strengere Corona-Regeln um

Ab Sonntag gilt eine neue Rechtsverordnung : Saarland setzt strengere Corona-Regeln um

Die Landesregierung begrenzt ab Sonntag unter anderem die Teilnehmerzahl an Feiern und ermöglicht eine erweiterte Maskenpflicht.

Angesichts stark steigender Infektionszahlen hat die Saar-Regierung die Corona-Regeln deutlich verschärft. Ab diesem Sonntag gelten laut Mitteilung der Staatskanzlei unter anderem strengere Teilnehmer-Begrenzungen bei Feiern und Veranstaltungen sowie eine Sperrstunde in Gastronomiebetrieben ab 23 Uhr.

Bei 35 neuen Corona-Fällen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen dürfen im jeweiligen Landkreis (siehe Text rechts) bei Feiern in Wohnungen nur noch 15 Personen aus höchstens zwei Hausständen oder dem familiären Bezugskreis zusammenkommen, in Gaststätten 25. Veranstaltungen sind auf 500 Teilnehmer unter freiem Himmel und 250 in geschlossenen Räumen begrenzt. Nötig ist ein Hygienekonzept. Schon ab einem Sieben-Tages-Wert von 35 können Land und Landkreis zudem gemeinsam eine erweiterte Maskenpflicht beschließen, die etwa in Fußgängerzonen oder bei öffentlichen Veranstaltungen gilt.

Ab einem Wert von 50 sind Feiern nur noch mit zehn Teilnehmern im öffentlichen Raum und zehn Teilnehmern aus höchstens zwei Hausständen oder dem familiären Bezugskreis im privaten Raum erlaubt. Veranstaltungen sind auf 100 Teilnehmer begrenzt. Zudem können Land und Landkreis Begrenzungen der Teilnehmerzahlen am Kurs- und Sportbetrieb beschließen.

Die Saar-Regierung setzt mit der Rechtsverordnung die Beschlüsse der Bund-Länder-Konferenz von Mittwoch um. Ursprünglich sollte das erst Anfang kommender Woche geschehen. Doch wegen der Infektionslage traf sich das Kabinett bereits am Freitag. „Die Zahlen im Saarland sind alarmierend, deshalb mussten wir jetzt zügig die Voraussetzungen schaffen, dass die erweiterten Maßnahmen zur Eindämmung der Infektionen auch in Kraft treten können“, sagte Ministerpräsident Tobias Hans (CDU). Seine Stellvertreterin Anke Rehlinger (SPD) sprach von einer „Stunde der Verantwortung“.