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RAG will mit Kontrollbohrungen auf Kritiker der Grubenflutung im Saarland zugehen

Streit um Grubenflutung : RAG will mit Kontrollbohrungen auf Kritiker zugehen

Drei Wochen nach dem Erörterungstermin zur beantragten Grubenflutung im Saarland hat der Bergbaukonzern RAG sein Vorhaben bekräftigt, „die Ängste der Bürger ernst zu nehmen und auf diese einzugehen“.

Entsprechend kündigte die RAG am Donnerstag an, im Falle einer Genehmigung des Grubenwasseranstiegs auf minus 320 Meter in sensiblen Bodengebieten Kontrollbohrungen „zur Beruhigung der örtlichen Trinkwasserversorger“ vorzunehmen. Die Bohrungen sollen Grundwasserschichten auf Verunreinigungen hin kontrollieren. „Dies ist aus unserer Sicht zwar nicht notwendig, da auch die Gutachten keine Trinkwassergefährdung sehen“, sagte Michael Drobniewski von der RAG bei einem Pressegespräch in Ensdorf. Mit dem Schritt hoffe man aber, dennoch vorhandene Sorgen der Wasserversorger ausräumen zu können.

Diese Sorgen waren auch bei der Erörterung laut geworden (wir berichteten). Für die Kontrollbohrungen „in Absprache mit den Trinkwasserversorgern“ kämen das Scheidter Tal, das Kasbruchtal bei Wellesweiler und ein Gebiet bei Saarwellingen in Frage, so Drobniewski. Zudem werde man dem Oberbergamt noch in diesem Jahr ein Konzept für eine umfassende Überwachung eines Grubenwasseranstiegs vorlegen.

Die Erörterung bilanziert die RAG als „konstruktiv“. Erkennbar geworden seien tiefes Misstrauen gegenüber der RAG in Teilen der Bevölkerung (das man nun abbauen wolle) sowie „viele Informationsdefizite“.