„Qualitätsoffensive“ CDU eckt mit Vorstoß zum Gymnasium an

Saarbrücken · Viel Kritik gibt es für die „Qualitätsoffensive“ der CDU-Fraktion. Die verbindliche Grundschulempfehlung entwickelt sich zum Streitpunkt.

  Ein Mädchen sitzt in der 5. Klasse eines Gymnasiums. Die CDU-Fraktion im Saarland will die Qualität, auch von Unterrichtsinhalten, an Gymnasien verbessern. Absagen hagelt es nun von den anderen Fraktionen, vor allem wegen des Vorstoßes zur Rückkehr zur verbindlichen Grundschulempfehlung.

Ein Mädchen sitzt in der 5. Klasse eines Gymnasiums. Die CDU-Fraktion im Saarland will die Qualität, auch von Unterrichtsinhalten, an Gymnasien verbessern. Absagen hagelt es nun von den anderen Fraktionen, vor allem wegen des Vorstoßes zur Rückkehr zur verbindlichen Grundschulempfehlung.

Foto: dpa/Daniel Karmann

Die CDU-Fraktion im saarländischen Landtag stößt mit ihrer „Qualitätsoffensive Gymnasium“ offenbar auf wenig Zustimmung. Die Christdemokraten hatten am Dienstag angekündigt, mit einer Reihe an Maßnahmen das Abitur aufwerten und die Studierfähigkeit der Gymnasialschüler im Saarland verbessern zu wollen. Dafür soll bereits zu Beginn der Schulzeit angesetzt werden. Die CDU sprach sich für eine Rückkehr zur verpflichtenden Grundschulempfehlung aus. Heißt, Grundschullehrer sollen in der Regel über die weiterführende Schule, die die Kinder besuchen, bestimmen – wobei ein Gymnasialzugang nach einem Test möglich bliebe. Die Empfehlung ist seit 2009 im Saarland nicht verbindlich, Eltern können ihre Kinder auch so aufs Gymnasium schicken.