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Pro Tag hunderte Zurückweisungen im Saarland an der Grenze zu Frankreich

Kostenpflichtiger Inhalt: Franzosen wollen zum Einkaufen ins Saarland : Pro Tag hunderte Zurückweisungen an der Grenze

Trotz Ausgangssperre im eigenen Land zieht es nach wie vor viele französische Staatsbürger, die in Grenznähe zum Saarland leben, über die Staatsgrenzen zum Einkaufen. Einreisen dürfen derzeit aber nur Berufspendler.

Viele kleine Grenzübergänge sind geschlossen, an größeren Übergängen kontrolliert die Bundespolizei mit großem Aufgebot.

Insbesondere die Wiederöffnung von Geschäften zum Wochenbeginn hatte offenbar Auswirkungen auf die Zahl der Franzosen, die von den Beamten zurückgewiesen werden mussten.

Nach Informationen unserer Zeitung mussten am Montag, 20. April, mehr als 450 Franzosen nach einer Überprüfung an den Kontrollstellen umkehren, am Dienstag, 21. April, sollen sogar mehr als 500 versucht haben, ohne trifftigen Grund einzureisen. Einen Tag später sollen es noch etwa 300 gewesen sein. Oft genanntes Motiv soll ein Einkauf gewesen sein. Schwerpunkte der Zurückweisungen waren angeblich die Grenzübergänge in Kleinblittersdorf, an der Goldenen Bremm in Saarbrücken und in Großrosseln.

Ein Sprecher des Bundespolizeipräsidiums in Potsdam wollte in diesem Zusammenhang keine Zahlen nennen.  Eine statistische Erhebung sowie etwaige Erkenntnisse dazu seien nicht bekannt. Auf Nachfrage wurde in Aussicht gestellt, „bei Gelegenheit“ darauf zurückzukommen.

Seit Beginn der Grenzkontrollen am 16. März wurden rund 18 000 Menschen an der Einreise aus Luxemburg und Frankreich ins Saarland gehindert.