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Polizei sperrt seit Vormittag kleine Grenzübergänge im Saarland

Kostenpflichtiger Inhalt: Wegen Corona-Infektionswelle : Kleine Grenzübergänge im Saarland werden heute gesperrt (VIDEO)

Weil die Bundespolizei nicht alle Grenzübergänge zum französischen Corona-Risikogebiet kontrollieren kann, hat sie das Saarland um Amtshilfe gebeten. Der Landesbetrieb für Straßenbau wurde beauftragt, Absperrschranken aufzustellen. Der Chef der Bundespolizei im Saarland appelliert an die Menschen in der Grenzregion: „Bleiben Sie zu Hause!“

Die Bundespolizei und die saarländische Polizei haben am Vormittag damit begonnen, insgesamt 16 kleinere Grenzübergänge nach Frankreich für den Verkehr zu sperren. Der Landesbetrieb für Straßenbau wurde beauftragt, Absperrschranken aufzustellen. Innenminister Klaus Bouillon (CDU) teilte mit, die saarländischen Behörden seien im Wege der Amtshilfe für die Bundespolizei tätig. Als landesweit erster Grenzübergang soll am Freitag die Straße von Großrosseln nach Petite-Rosselle gesperrt werden. Vor Ort sind auch Beamte der französischen Polizei.

Das Bundesinnenministerium hatte am Donnerstag entschieden, dass der Grenzübertritt – der seit Montag ohnehin nur noch für Berufspendler und den Güterverkehr erlaubt ist – ab dem heutigen Freitag nur noch an bestimmten Grenzübergangsstellen möglich ist. Dabei handelt es sich im Saarland um folgende Stellen:

  • Saarbrücken – Stiring Wendel, Goldene Bremm (Autobahn A 6)
  • Saarbrücken – Stiring Wendel, Goldene Bremm (Metzer Straße)
  • Hauptbahnhof Saarbrücken
  • Habkirchen – Frauenberg (Bundesstraße B 243)
  • Überherrn – Creutzwald (Bundesstraße B 269neu)

Von den verbleibenden 30 deutsch-französischen Grenzübergängen im Saarland sollen im Laufe des Freitags 16 geschlossen werden. Auf diese Weise soll der Verkehr zu den anderen Übergängen abgeleitet werden. Für Rettungsdienste soll es aber Ausnahmen geben. An den restlichen 14 Übergängen sollen feste Kontrollposten aufgebaut werden.

Der Leiter der Bundespolizei im Saarland, Ralf Leyens, appellierte an die Menschen in der Grenzregion: „Bleiben Sie diesseits und jenseits der Grenzen zu Hause. Das dient Ihrer Sicherheit und erleichtert uns die Arbeit für die Bevölkerung.“