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Oskar Lafontaine kritisiert 2G und neue Corona-Verordnung im Saarland

Gegen 2G : Oskar Lafontaine kritisiert neue Corona-Verordnung im Saarland: „Verfehlt und willkürlich“

Oskar Lafontaine hat die neue saarländische Corona-Verordnung heftig kritisiert. Warum der Fraktionsvorsitzende der Linken nichts von der Einführung von 2G hält – und was er sonst noch auszusetzen hat.

Oskar Lafontaine bezeichnet die neue Corona-Rechtsverordnung der saarländischen Landesregierung als „verfehlt und willkürlich“. Dabei stützt sich der Fraktionsvorsitzende der Linken auf die Meinung einiger Wissenschaftler, unter anderem der von Christian Drosten und Hendrik Streek, die die Einführung von 2G ebenfalls kritisch sehen. Lafontaine spricht im Saarland von „einem Impfzwang durch die Hintertür für Menschen, die sich bislang noch nicht zu einer Impfung entschlossen haben“. Dies sei nicht zu rechtfertigen.

Viele Menschen seien von den in Deutschland zugelassenen Impfstoffen nicht überzeugt, auch weil Nebenwirkungen der Impfung (Thrombosen, Herzmuskelentzündung, Herzbeutelentzündung) und Spätfolgen nicht umfassend aufgeklärt seien. Ob eine höhere Impfquote Deutschland vor der vierten Welle geschützt hätte, stellt Lafontaine unter anderem beim Blick ins Nachbarland Dänemark infrage. Trotz höherer Impfquote als in Deutschland liegt die Inzidenz dort deutlich über 400.

Lafontaine kritisiert außerdem die Bundesregierung und die Europäische Zulassungsbehörde EMA dafür, dass der chinesische Impfstoff CoronaVac nicht zugelassen wurde, obwohl er weltweit milliardenfach verimpft worden sei. „Die Betroffenen müssen den Eindruck haben, dass die Politik von ihren gravierenden Fehlern – Abbau von etwa 6000 Intensivbetten in der Pandemie, Schließung von Krankenhäusern, das Fehlen tausender Pflegekräfte auch wegen zu niedriger Bezahlung und schlechter Arbeitsbedingungen, die voreilige Schließung von Impfzentren, die zeitweilige Aufhebung kostenfreier Tests – ablenken will“, so Lafontaine. Eine wichtige Voraussetzung zur Bekämpfung des Virus sei das Vertrauen in die politischen Entscheidungen. Die „willkürlichen“ Maßnahmen der letzten Monate hätten viel Vertrauen zerstört.