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Opposition im saarländischen Landtag kritisert den verlängerten Lockdown

Linke und AfD wollen Senioren besser schützen : Opposition sieht keine Lösung in längerem Lockdown

Die Oppositionsparteien im Saarland haben die Entscheidungen aus Berlin, den Lockdown fortzusetzen, kritisiert. „Der Endlos-Lockdown ist keine Lösung“ übertitelte die Linksfraktion im Landtag eine entsprechende Pressemitteilung.

Fraktionschef Oskar Lafontaine erklärte: „Dass immer mehr Menschen in den Alten- und Pflegeheimen sterben, zeigt, dass alle bisherigen Maßnahmen sie nicht ausreichend schützen.“ Daran würden auch „die neuen Entscheidungen der Bundeskanzlerin und der Ministerpräsidenten“ nichts ändern. Hauptleidtragende neben den Älteren seien Kinder, die um ihre Zukunftschancen gebracht würden, wenn Schule und Kindergärten ständig geschlossen seien. Die Linke befürchtet, dass viele Geschäfte, Restaurants, Hotels, Kulturbetriebe und Dienstleister „bei Fortsetzung dieser Politik Insolvenz anmelden“ müssten.

Dies ist auch die Sorge der AfD-Landtagsfraktion. Sie schreibt in einer Pressemitteilung: „Die ,Mutter aller Lockdowns‘ steht uns bevor!“ Dabei seien „eine Langzeitstrategie und gezielte Maßnahmen vor Ort“ gefragt. Eine Verschärfung lehnt Fraktionschef Josef Dörr auch daher ab, da die Zahl der „Corona-Neuinfektionen sinke“. Er fordert die Landesregierung auf, „die Missstände in den Altenheimen sowie das Impfchaos zu beseitigen.“ Und: „Homeoffice darf nicht per Verordnung erzwungen werden. Das ist weltfremd und diktatorisch.“ Am Arbeitsplatz sollten kostenlose verteilte FFP2-Masken schützen.

Die Saar-FDP teilte in einer Erklärung mit, dass die Landesregierung mit den Verschärfungen versuche, „die eigenen Fehler zu verdecken“. Alten- und Pflegeheime seien nicht ausreichend geschützt.