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Oberbürgermeister Conradt schreibt Brief an Seehofer wegen Übergriff durch Bundespolizisten in Saarbrücken

Nach Vorfall an Goldener Bremm : Saarbrücker Oberbürgermeister fordert Aufklärung über mutmaßlichen Übergriff durch Bundespolizisten

Der Saarbrücker Oberbürgermeister Uwe Conradt (CDU) hat in einem Brief an Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) schnellstmögliche Aufklärung über den mutmaßlichen Übergriff durch Bundespolizisten am Grenzübergang Goldene Bremm gefordert.

Nach dem Vorfall am Grenzübergang Goldene Bremm bei Saarbrücken, bei dem Bundespolizisten einen älteren Franzosen aus einem Kiosk gezerrt und am Boden fixiert haben sollen, hat der Saarbrücker Oberbürgermeister Uwe Conradt (CDU) in einem Brief an Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) schnellstmögliche Aufklärung über den mutmaßlichen Übergriff gefordert.

„Gestern ereignete sich am Grenzübergang Goldene Bremm in Saarbrücken ein Vorfall über den zahlreiche Medien berichten, der viele Fragen aufwirft und auf die Arbeit der deutschen Bundespolizei ein denkbar schlechtes Licht wirft“, schreibt der CDU-Politiker in dem Brief, der der Saarbrücker Zeitung vorliegt. Er schildert den Vorfall mit diesen Worten: „Ein 65-jähriger Franzose, der in einen Kiosk kam, um einen Lottoschein abzugeben, wurde von einem Bundespolizisten gepackt, aus dem Kiosk gezerrt, brutal zu Boden geworfen und fixiert. Es existiert ein Video, das den Vorgang abbildet.“

Er sei empört und protestiere gegen diese Art Kontrollen durchzuführen. Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, bitte er Seehofer, sich im Namen der Bundesrepublik Deutschland bei dem Mann zu entschuldigen.

In dem Brief empfiehlt Conradt dem Minister ebenfalls, bereits vor dem 15. Juni die Grenzen zwischen Deutschland wieder zu öffnen. „Vor dem Hintergrund der entspannten CoViD19-Lage im Departement Moselle und im Saarland ist eine weitere Schließung der Grenze nicht erforderlich“, schreibt Conradt. Er betont in seinem Brief ebenfalls die Bedeutung der deutsch-französischen Freundschaft für die Region, die sich gemeinsam bemühe, grenzüberschreitend die Corona-Krise zu bekämpfen.