Notfall-Maßnahmen gegen Personalnot bei der Polizei im Saarland

Personal-Not : Saar-Polizei muss letzte Reserven mobilisieren

Die unter akuter Personalnot leidende saarländische Polizei ist gefordert, Lücken „kreativ“ zu stopfen. So werden schon seit Wochen Beamte der Bereitschaftspolizei im Wach- und Streifendienst der Inspektionen etwa in Saarlouis, Sulzbach, Merzig und Saarbrücken eingesetzt, wie die SZ erfuhr.

Nach Gewerkschaftsangaben liegt die Personalstärke bei 2450 Beamten und damit deutlich unter dem für das kommende Jahr anvisierten Stand von 2550.

Innenminister Klaus Bouillon (CDU) kündigte an, kurzfristig 30 erfahrene Polizisten, die in den Ruhestand wechseln könnten, auf deren Antrag hin für mindestens ein weiteres Jahr zu verpflichten. Zudem sollen bis zu 25 weitere Ermittlungshelfer und Ordnungskräfte die Polizei verstärken. David Maaß, Landeschef der Gewerkschaft der Polizei (GdP), fordert darüber hinaus, statt 125 künftig 175 Nachwuchskräfte im Jahr einzustellen. Er fordert auch, wegen Personalmangels den Polizeiapparat weiter zu zentralisieren.

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