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Noch kein Ansturm auf die neuen Corona-Teststationen im Saarland

Standorte in allen Landkreisen : Noch kein Ansturm auf die neuen Corona-Teststationen im Saarland

In den neuen Corona-Teststationen im Saarland hält sich der Ansturm noch in Grenzen. Im Durchschnitt kommen täglich 400 Abstriche zusammen – „Tendenz leicht steigend“. Die ersten Stationen waren vor einer Woche teilweise überrannt worden.

Teststationen gibt es seit dieser Woche in allen Landkreisen. Am Dienstag eröffneten die ersten Einrichtungen in Ottweiler, Saarlouis und Homburg. Heute folgten Saarbrücken, Merzig und St. Wendel. Mit einer ärztlichen Überweisung können sich Menschen an allen Standorten täglich zwischen 10 und 14 Uhr auf das neuartige Coronavirus testen lassen.

Weshalb die Kassenärztliche Vereinigung (KV) im Saarland am Nachmittag erste Angaben zur Nutzung des neuen Angebots machen konnte. Die maximale Kapazität jeder Teststation liegt nach Angaben der KV bei 200 Abstrichen, das macht in der Summe also 1200. Kurzfristig sind bis zu 400 Abstriche zusätzlich möglich – aufgeteilt auf zwei „Stand-by-Ärzte“, so die KV.

An diese Kapazitätsgrenzen stießen die Testzentren in den fünf Landkreisen und im Regionalverband Saarbrücken an den ersten beiden Tagen nicht. „Heute und gestern wurden im Durchschnitt 400 Personen pro Tag getestet“, erklärte am Mittwoch ein KV-Sprecher. „Tendenz leicht steigend.“

Zu den Ford-Werken in Saarlouis waren am Dienstag insgesamt 257 Menschen gekommen, am früheren Messegelände in Saarbrücken heute 150. Die Teststation in der Seminarsporthalle in Ottweiler suchten nach Angaben des Landkreises Neunkirchen heute 37 Menschen auf, gestern waren es 78 gewesen. In Homburg zählte die Kreisverwaltung insgesamt 99 Abstriche an zwei Tagen, in St. Wendel waren es gleich 70 am ersten Öffnungstag.

Als limitierender Faktor im Testverfahren gelten die Labore, gegenüber unserer Zeitung hatte KV-Vize Joachim Meiser zuletzt von einem „leichten Rückstau“ bei der Untersuchung der Abstriche gesprochen. Nähere Angaben machte die KV auf Nachfrage nicht. Ein Sprecher erklärte, zur Kapazität der Labore könne man keine Aussage treffen. Die Auflösung des „Rückstaus“ würde nach Einschätzung der KV jedoch nicht zu einem deutlichen Anstieg der Fallzahlen im Saarland führen.

Die KV war am Dienstag vergangener Woche mit drei Teststationen in Saarbrücken, Neunkirchen und Dillingen gestartet, nachdem ein mobiles Ärzteteam aus Freiwilligen die Entnahme von Abstrichen an der Haustür nicht mehr hatte leisten können – zu schnell stieg die Zahl der Tests. Nach einem großen Ansturm am ersten Tag zogen die Teststationen in große Hallen in Dillingen und St. Ingbert um. Seit dieser Woche sind Abstriche nun in allen Landkreisen möglich, größtenteils unter Beteiligung der Bundeswehr, die Amtshilfe leistet.