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Mitarbeiter in Heimen im Saarland sollen täglich getestet werden

Mit Unterstützung der Bundeswehr : Mitarbeiter in Saar-Heimen sollen täglich getestet werden

Damit in den Heimen öfter getestet werden kann, hat das Gesundheitsministerium die Bundeswehr um zusätzliches Personal gebeten. Die Beschäftigten sollen nun sogar täglich untersucht werden.

Angesichts eines weiterhin hohen Niveaus von Corona-Infektionen im Saarland werden die Test-Vorgaben für die 149 saarländischen Alten- und Pflegeheime verschärft. Gesundheitsministerin Monika Bachmann (CDU) gab als Ziel aus, die 10.000 Beschäftigten der Einrichtungen künftig täglich zu testen und nicht mehr nur zwei Mal pro Woche. Diese Aufgabe soll die Bundeswehr übernehmen.

Bei den 13.000 Bewohnern der Heime bleibt es demnach bei zwei Tests pro Woche, Besucher werden ebenfalls wie bisher bei jedem Betreten getestet.

„Die Corona-Fallzahlen im Saarland sind weiterhin zu hoch“, sagte Bachmann am Dienstag. Zusätzlich seien erste Virus-Mutationen entdeckt worden. „Dies zeigt, dass die Herausforderungen durch die Corona-Pandemie groß bleiben.“ Es gelte weiterhin, die besonders vulnerablen Gruppen zu schützen.

Das Gesundheitsministerium hat nach Bachmanns Worten einen Amtshilfe-Antrag an die Bundeswehr gerichtet. Aktuell laufe eine Bedarfsabfrage bei den Trägern.

Für Schnelltests in den Heimen hatten zuvor bereits die Landkreise die Bundeswehr um Unterstützung gebeten. Die ersten der 68 Soldaten aus Idar-Oberstein, Büchel, Daun und Kastellaun, die den Kreisen zugesagt worden waren, wurden am Montag in der Rettungsdienstschule des Roten Kreuzes in St. Ingbert im Umgang mit den Schnelltests geschult und sind seit Dienstag in den Heimen im Einsatz.

Bereits genehmigt ist auch ein Amtshilfe-Antrag, mit dem das Gesundheitsministerium um 30 Soldaten gebeten hatte, die nach Corona-Ausbrüchen zusammen mit Experten der Gesundheitsämter ermitteln sollen, wie das Virus in die Heime kam. Dabei handelt es sich um Angehörige des Fallschirmjägerregiments 26 aus Zweibrücken und Merzig.

Der CDU-Sozialpolitiker Hermann Scharf berichtete, die Heimträger hätten immer wieder versichert, dass alles getan werde, was vor Ort getan werden könne, und dass die Angst, einen Bewohner zu infizieren, schwer auf den Pflegekräften laste. „Wir sind außerordentlich erleichtert, dass die Bundeswehr nun personell unterstützt“, sagte Scharf. „Das bietet einen hohen Schutz für die Bewohner und entlastet die Angestellten vor Ort erheblich.“