Millionenklage in der LSVS-Finanzaffäre

Klagesumme über zehn Millionen Euro : Millionenklage in der LSVS-Finanzaffäre

Der Landessportverband (LSVS) verklagt in der Finanzaffäre seinen Ex-Hauptgeschäftsführer Paul H. und einen früheren Wirtschaftsprüfer. Es geht um mehr als zehn Millionen Euro.

Man habe am 31. Oktober beim Arbeitsgericht Saarland eine Klage gegen H. und die Prüfgesellschaft eingereicht, teilten LSVS-Präsident Adrian Zöhler und Rechtsanwalt Michael Blank als Chief Restructuring Officer, kurz: CRO, am Sonntag mit.

Der LSVS wirft dem früheren Angestellten H. und dem Unternehmen vor, zwischen 2009 und 2016 die Jahresabschlüsse des Verbandes manipuliert zu haben, so heißt es in einer Presseerklärung. Der Prüfungsgesellschaft wird außerdem angelastet, in den Jahresabschlüssen falsche Testate erteilt zu haben. Diese Bescheinigungen gelten in der Finanzaffäre als entscheidende Dokumente.

Zwischen 2014 und 2017 soll dem Sportverband dadurch ein Schaden von rund 9,2 Millionen Euro entstanden sein. Diesen und Folgeschäden will der LSVS nun geltend machen – daher die Klagesumme von 10,2 Millionen Euro. Dass sich die Klage auf diese Jahre beschränkt, liegt an der Verjährungsfrist.

Nach Angaben des LSVS handelt es sich um die erste Regressklage in der Finanzaffäre. Nach SZ-Informationen werden durch den Sportverband weitere Ansprüche gegen andere Personen geprüft.

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