Mehr Streifen in der Innenstadt von Neunkirchen geplant

Sicherheitsdebatte : Mehr Streifen in der Innenstadt von Neunkirchen geplant

Mehr gemeinsame Streifen und E-Bikes für Sicherheitskräfte: Das Innenministerium und die Stadt Neunkirchen wollen die zweitgrößte Kommune im Saarland sicherer machen. Doch eine gemeinsame City-Wache wird es nicht geben.

Nach zwei Raubüberfällen in der Innenstadt hatte sich der Neunkircher Oberbürgermeister Jörg Aumann (SPD) in einem Brief an Innenminister Klaus Bouillon (CDU) gewandt, die Sicherheitsdebatte um die Kommunen im Land neu entfacht. Aumann forderte mehr Polizeipräsenz in der City. Nun traf sich der Minister mit dem Rathauschef in Saarbrücken.

Das Ergebnis: Polizei und Kommunaler Ordnungsdienst (KOD) verdoppeln ihre gemeinsamen Streifen, dunkle Ecken in der Stadt sollen ausgeleuchtet werden. Außerdem verspricht sich das Ministerium von E-Bikes für die Sicherheitskräfte ein „schnelleres Eingreifen“.

Reaktivieren möchte man einen Präventionsbeirat, in der städtischen City-Wache soll mit Unterstützung der Polizei eine Beratungsstelle eingerichtet werden – um Wohnungseinbrüchen vorzubeugen. Offenbar wird die Vollzugspolizei aber keine eigenen Büros in der City-Wache beziehen, wie von Aumann vorgeschlagen. Als Anlaufstelle wird die Wache laut Stadt bisher nicht angenommen, sie soll demnächst umziehen, mittelfristig weiter ins Stadtzentrum rücken.

Zwischen dem Ministerium und der Kreisstadt besteht bereits seit Januar 2017 eine sogenannte Sicherheitspartnerschaft. Bisher habe sich diese Kooperation bewährt, sagte Minister Bouillon. Jetzt gehe es darum, wie man das bestehende System optimieren könne, daher verschließe man sich Gesprächen nicht, bei denen Kommunen „konstruktive Kritik“ üben wollten, so der Ressortchef.

„Die Verdopplung der gemeinsamen Streifen zwischen Polizei und KOD ist ein Schritt in die richtige Richtung“, erklärte Oberbürgermeister Aumann. Die Neunkircher erwarteten zu Recht, dass sich Ereignisse wie die Überfälle im November nicht wiederholten.