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Mehr Sonderimpfaktionen: Aufruf von Gesundheitsministerin Monika Bachmann

Corona im Saarland : Aufruf von Gesundheitsministerin Bachmann: Mehr Sonderimpfaktionen in den Kommunen

Saar-Gesundheitsministerin Monika Bachmann (CDU) ruft die Kommunen dazu auf, eigenständige Impfaktionen – vor allem für pädagogisches Personal – zu veranstalten. Das Ministerium will unterstützen. Auch die Testkapazitäten werden erhöht.

Die saarländische Gesundheitsministerin Monika Bachmann (CDU) ruft die Kommunen dazu auf, mit den niedergelassenen Ärzten vor Ort und mit Unterstützung des Gesundheitsministeriums eigenständige Impfaktionen durchzuführen. Hierzu hätten diese Woche alle Bürgermeisterinnen und Bürgermeister ein Anschreiben erhalten. Außerdem habe sich das Ministerium mit dem Geschäftsführer des Saarländischen Städte- und Gemeindetages (SSGT), Stefan Spaniol, sowie dem stellvertretenden Vorsitzenden des SSGT, Neunkirchens Oberbürgermeister Jörg Aumann (SPD) und Bürgermeister Marcus Hoffeld (CDU), stattgefunden. Ziel sei es, „neben gezielten Impfaktionen mit lokalen Ärztinnen und Ärzten für Lehrerinnen und Lehrer sowie Erzieherinnen und Erzieher, auch ein niedrigschwelliges Angebot vor Ort zu ermöglichen“, teilt das Ministerium mit.

Pädagogisches Personal schützen

„Der Schutz derjenigen, die täglich berufsbedingt Kontakt mit unseren Kindern haben, ist sehr wichtig. Wir müssen sowohl die Sicherheit unserer Kleinen und Kleinsten als auch der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Bildungseinrichtungen sicherstellen“, sagt Bachmann. „Die bereits geplanten Sonderimpfaktionen einiger Gemeinden, zum Schutz der in der Gemeinde tätigen Lehrkräfte und des Kita-Personals, sind dabei vorbildhaft. Ich wünsche mir, dass viele weitere Kommunen im ganzen Land diesem Beispiel folgen.“ Darüber hinaus habe sie die Rathauschefinnen und -chefs gebeten, „gemeinsam mit der lokalen Ärzteschaft und der Unterstützung aus meinem Haus ein Impfangebot für Alle vor Ort anzubieten“. Die Rückmeldungen seien positiv. Bachman geht davon aus, „dass wir zeitnah, neben dem bestehenden Angebot, sehr viele Impfungen durchführen können“.

380 000 Tests vergangene Woche

Auch die Testkapazitäten würden weiter erhöht. Aktuell gebe es eine sehr hohe Nachfrage an Antigen-Schnell-Tests. Ab heute gilt in vielen Bereich im Inneren die 2G-Plus-Regelung im Saarland. Das bedeutet, auch Genesene und Geimpfte müssen einen tagesaktuellen, negatoiven Testnachweis vorlegen. Alleine für die vergangene Woche seien in den Testzentren, Schulen, Kitas, Pflege- und Gesundheitseinrichtungen und Apotheken über 380 000 Testungen durchgeführt, heißt es aus dem Ministerium. Davon allein in den kommunalen und privaten Testzentren sowie in den sieben Testzentren der Landesregierung insgesamt 150 486 Testungen. In den 61 Apotheken erfolgten 13 956 Testungen.

Landestestzentren haben ab heute länger geöffnet

„Um den steigenden Bedarf an Schnelltests gerecht zu werden, weiten wir die Öffnungszeiten in fünf der landeseigenen Testzentren ab heute aus“, erklärt Bachmann. Neben einer längeren Verfügbarkeit bedeute dies auch eine Erhöhung der Testkapazität. „Die Testzentren in Ensdorf, Homburg, Neunkirchen, Losheim und St. Wendel werden dann drei Stunden länger als zuvor, von 8 bis 22 Uhr, geöffnet sein. Das deutsch-französische Testzentrum Goldene Bremm hat bereits ab 6 Uhr geöffnet.“ Zusätzlich seien in den vergangenen Tagen mit der Erweiterung um zusätzliche Teststraßen auf den Weg gebracht worden „und können damit in den Landestestzentren eine Vielzahl an Testungen leisten“.

Appell, neue Zentren zu errichten und alte zu reaktivieren

Dennoch appelliert Bachmann an alle Kommunen, Apotheken und Ärzte sowie private Betreiberfirmen, neue Teststellen zu eröffnen oder alte Teststellen, die es im ersten Halbjahr gegeben hatte, zu reaktivieren. Auch mit den Zentralen der im Saarland vertretenen Drogeriemärkte seien Gespräche geführt worden. Testangebote sollen auch im Umfeld der Filialen wieder entstehen. „Die Erfahrungen in den Sommermonaten waren sehr gut. Die Kunden haben das Angebot gut angenommen“, sagt die Gesundheitsministerin.

Das Angebot der kostenlosen Bürgertests sei ein wichtiger Baustein im Kampf gegen die Corona-Pandemie. „Die Kombination aus Impfung/Genesung und tagesaktuellen Tests ermöglicht einer großen Mehrheit der Saarländerinnen und Saarländer sowohl einen normalen Alltag, als auch ein Sicherheitsgefühl im Schatten einer weltweiten Pandemie.“

Bund müsse auf die gestiegenen Testkosten reagieren

„Aufgrund der steigenden Kosten für Schnelltests fordere ich die Bundesregierung auf, die Testverordnung sowie die Erstattungsfähigkeit der gestiegenen Testkosten herzustellen. Es ist wichtig, dass das Angebot in der Fläche erhalten bleibt und ausgebaut werden kann“, so Bachmann.