Corona-Situation an Saar-Schulen Corona-Infektionen an den Schulen steigen nach Osterferien an

Saarbrücken · Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Schülerinnen und Schüler im Saarland ist nach den Osterferien angestiegen. Wie Fabian Bosse, Sprecher des Saar-Bildungsministeriums, der SZ auf Anfrage mitteilte, sind derzeit 186 positiv getestete Schülerinnen und Schüler von den Gesundheitsämtern gemeldet worden.

Im Saarland ist die Corona-Lage vor Beginn der Pflichttests an weiterführenden Schulen diffus.   Foto: Reichel/dpa

Im Saarland ist die Corona-Lage vor Beginn der Pflichttests an weiterführenden Schulen diffus. Foto: Reichel/dpa

Foto: dpa/Michael Reichel

Am Freitag vor den Osterferien waren es noch 103 gewesen. Dabei verteilen sich die positiven Testfälle demnach wie folgt auf die verschiedenen Schulformen (Testergebnis von Freitag vor Ostern jeweils in Klammern): Grundschulen 65 (30), Förderschulen neun (vier), Gemeinschaftsschulen 49 (29), Gymnasien 22 (26), Berufliche Schulen 41 (14). Dagegen ist die Zahl der Schülerinnen und Schüler, die sich wegen zu enger Kontakte mit Infizierten in häuslicher Quarantäne befinden von 644 auf 506 gesunken. Nach Schul-Typen verteilt sich das wie folgt: Grundschulen 224 (140), Förderschulen sieben (fünf), Gemeinschaftsschulen 102 (167), Gymnasien 59 (207) und Berufliche Schulen 114 (125).

Bosse erklärte, dass seit dem 26. Februar 213 000 Schnelltests an den Schulen stattfanden. Davon 161 000 bei Schülerinnen und Schülern, 37 000 bei Lehrkräften und 15 000 bei sonstigen Beschäftigten. Wie hoch die freiwillige Testbereitschaft vor den ab Montag beginnenden Pflichttests an den weiterführenden Schulen war, blieb dabei offen. Im Saarland gibt es rund 120 000 Schülerinnen und Schüler, die Hälfte davon war wegen des Wechselunterrichts in dieser Woche in den Schulen. Das Saarland habe bisher rund 3,2 Millionen Euro für die Schnelltests an den Schulen ausgegeben, sagte Bosse.

Minimal ist demzufolge die Zahl der positiv getesteten Lehrkräfte mit vier von 9400. Auch die Zahl der Lehrkräfte in Quarantäne stagnierte bei 31 im Vergleich zu dem Freitag vor Ostern. Von der Möglichkeit, sich impfen zu lassen, hätten vom Personal der Grund- und Förderschulen, das insgesamt 7002 Personen umfasse, bisher 5400 Angemeldete Gebrauch gemacht. 4450 seien bereits einmal geimpft, 850 hätten einen Impftermin bis Mitte Mai, hieß es.

Durch die Öffnung der Priorisierungsgruppe drei am Donnerstag könnten sich nun auch alle an den weiterführenden und beruflichen Schulen Tätigen eintragen, betonte Bosse. „Das Bildungsministerium hat den Schulen die entsprechenden Priorisierungscodes bereits zugesendet“, erklärte der Sprecher von Kultusministerin Christine Streichert-Clivot (SPD). Damit erfüllt sich eine Forderung der Lehrerverbände im Saarland. Zu den impfberechtigten Personen zählten neben den Lehrkräften auch Referendarinnen und Referendare, Verwaltungsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter, Hausmeisterinnen und Hausmeister, Angestellte der Freiwilligen Ganztagsschulen, Integrations- und weiteres Personal, das regelmäßig an den Schulen tätig sei.