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Mehr OP-Erfahrung führt zu geringerer Sterberate in Saarland-Kliniken

Qualität in den Saar-Krankenhäusern : Mehr OP-Erfahrung führt zu geringeren Sterberaten

Mehr OP-Erfahrung der Klinik – desto geringer ist die Sterberate. Diesen Zusammenhang hat die Barmer mit aktuellen Zahlen für das Saarland nachgewiesen.

Je häufiger ein Krankenhaus eine komplizierte Operation durchführt, desto weniger der operierten Patienten sterben oder erleiden Komplikationen. Diesen seit Jahren vieldiskutierten Zusammenhang hat die Krankenkasse Barmer nach eigenen Angaben nun für das Saarland nachgewiesen.

Denn je häufiger eine Operation gemacht werde, desto besser sei die Qualität, sagte Barmer-Landesgeschäftsführerin Dunja Kleis. Ausgewertet wurden von der Barmer Operationen bei Darmkrebs, Bauchspeicheldrüsenkrebs und Adipositas.

Das Ergebnis: Sei die Zahl der Darmkrebs-Operationen doppelt so hoch wie in einer anderen Klinik, gehe die Zahl der Todesfälle nach der OP von 4,4 auf 3,6 Prozent zurück, die Zahl der Komplikationen von 16,6 auf 14,6 Prozent. Im Saarland könnten so jedes Jahr drei Todesfälle und sieben Komplikationen von Darmkrebs-Patienten vermieden werden.

Es sei deshalb sinnvoll, gerade bei komplexen Operationen spezialisierte Kliniken auszuwählen, die von einer Fachgesellschaft zertifiziert seien, sagte Kleis – auch wenn man ein bisschen weiter fahren müsse. Im Saarland seien alle Krankenhäuser innerhalb einer Stunde erreichbar.

„Wir brauchen mehr Transparenz, welche Klinik welche Operationen wie häufig macht, damit sich die Patienten und die einweisenden Ärzte besser orientieren können“, sagte Kleis. Auch in der Krankenhausplanung des Landes solle die Spezialisierung, nachgewiesen durch Zertifizierungen von Fachgesellschaften, eine größere Rolle spielen.