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Mehr Krankschreibungen im Saarland wegen Corona

Wesentlich mehr Krankschreibungen : Corona-Krise macht viele Saarländer krank

Im Saarland sind zum Höhepunkt der Corona-Krise wesentlich mehr Menschen krankgeschrieben worden als im Bundesschnitt. Auch die Zahl der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen wegen psychischer Erkrankungen hat zugenommen.

Die Corona-Krise schlägt vielen Menschen auf die Gesundheit. Im März haben sich nach einer Auswertung der Techniker Krankenkasse in Deutschland so viele Arbeitnehmer krankgemeldet wie zuletzt vor 20 Jahren. Der Anteil krankgeschriebener Beschäftigter lag bei 6,84 Prozent, wie die Krankenkasse mitteilt. Im Saarland lag die Zahl, die die Krankenkasse über Daten ihrer Mitglieder ermittelt hat, mit 7,91 Prozent sogar deutlich höher als im Bundesschnitt. Die Krankenkasse erklärt sich die vielen Krankmeldungen damit, dass die Menschen wegen der Corona-Pandemie vorsichtiger geworden sind. „Diese überdurchschnittlichen Zahlen zeigen, dass offenbar viele Erwerbstätige im Saarland bei Erkältungssymptomen sicherheitshalber zuhause geblieben sind, um andere nicht zu gefährden“, sagte Stefan Groh, Leiter der TK-Landesvertretung Saarland. Aber auch die psychische Belastung der Saarländer steigt wegen Corona. So habensich zum Höhepunkt der Pandemie im März und April von den bei der Krankenkasse IKK Südwest Versicherten 23,6 Prozent mehr wegen psychischer Erkrankungen krankgemeldet als im Vorjahreszeitraum, wie die IKK am Donnerstag mitteilte. Die AOK Rheinland-Pfalz/Saarland, die ebenfalls mehr Krankmeldungen in der Corona-Krise verzeichnet, rechnet nach eigenen Angaben in den kommenden Wochen sogar noch mit einem Anstieg der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen.