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Mehr Corona-Tote, mehr Impfungen im Saarland

Weitere Bestellungen, mehr Effizienz : Mehr Corona-Tote – Land will schneller impfen

Mehr Impfungen aus einer Ampulle und neue Bestellungen sollen den schleppenden Impf-Start beschleunigen.

Die Politik legt beim Impf-Tempo nach. Doch noch steigt die Zahl der Corona-Toten: Am Freitag erreichte sie bundesweit einen Tageshöchstwert seit Pandemiebeginn. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete an einem Tag weitere 1188 Verstorbene, 38 795 sind jetzt insgesamt. Im Saarland verstarben in den vergangenen sieben Tagen 84 Menschen im Zusammenhang mit Corona. Allein am Freitag wurden elf Tote gemeldet.

Zwei Tage vor Inkrafttreten verschärfter Kontaktregeln ging auch die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen weiter hoch: Bei 249 neu gemeldeten Fällen stieg die Sieben-Tage Inzidenz im Saarland auf 100 000 Einwohner auf 151.8.

Fortschritte in der Pandemie-Bekämpfung wurden dagegen beim Impfen gemeldet. Der zweite in Europa zugelassene Impfstoff, das Vakzin des US-Herstellers Moderna, soll ab Dienstag an die Bundesländer geliefert werden. Zunächst sollen 63 600 Dosen ankommen. Ab Ende Januar sind alle zwei Wochen größere Lieferungen geplant. EU-weit gibt es zudem eine neue Vereinbarung über bis zu 300 Millionen weitere Biontech/Pfizer-Dosen. 75 Millionen Dosen davon sollten bereits bis Ende des zweiten Quartals zur Verfügung stehen. Der Biontech-Impfstoff wirkt nach ersten Studien offenbar auch gegen die neue Virusmutationen aus Großbritannien. Bundesweit stieg die Zahl der vom RKI bislang registrierten Corona-Impfungen von Donnerstag auf Freitag um 50 938 auf 476 959. Im Saarland waren bis Donnerstag 7400 Menschen geimpft worden, wie Saar-Gesundheitsministerin Monika Bachmann (CDU) sagte. Bis Ende Januar wolle man hier 35 000 Impfungen vergeben. Ministerpräsident Tobias Hans äußerte sich im Landtag zuversichtlich, dass es in den kommenden Tagen und Wochen schneller vorangeht. Die zuständige EU-Behörde Ema genehmigte am Freitag, aus den gelieferten Biontech-Ampullen sechs statt Fünf Dosen zu nutzen – eine Steigerung um 20 Prozent.