LSVS-Gesetz soll Sport-Basis stärken

Nächste Woche im Landtag : LSVS-Gesetz soll Sport-Basis stärken

Die politische Neuordnung des krisengeschüttelten Landessportverbandes (LSVS) steht unmittelbar bevor. Nach einer erneuten Anhörung am Dienstag befasst sich heute der Innenausschuss des Landtages mit dem zukünftigen LSVS-Gesetz.

Nächste Woche dürfte das Parlament die Gesetzesnovelle verabschieden. Der erste Gesetzentwurf der großen Koalition aus CDU und SPD war im Juni auf Kritik gestoßen. Neben dem LSVS als Dachorganisation formulierten auch neun Sportfachverbände konkrete Änderungswünsche.

Nun sagt Raphael Schäfer, sportpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion: „Die Koalition hat sehr viele sinnvolle Abänderungsvorschläge der Fachverbände übernommen.“ Die klare Botschaft sei, dass man die Basis in ihren Kompetenzen „absolut stärken“ wolle. So soll in Zukunft die Mitgliederversammlung über den Wirtschaftsplan des LSVS abstimmen – nicht mehr der geplante Aufsichtsrat, wie in der ersten Fassung des Gesetzes vorgesehen. „Die Verteilung des finanziellen Kuchens können die Fachverbände jetzt steuern“, erklärt Schäfer. Auch in der Opposition hält man den überarbeiteten Entwurf für „in weiten Teilen zustimmungsfähig“, so Jochen Flackus, der parlamentarische Geschäftsführer der Linksfraktion. Allerdings: „Wenn wir zustimmen sollen, muss sich im Bereich der Finanzkontrolle noch etwas tun.“

Berücksichtigung fand nach SZ-Informationen der Wunsch aus dem Sport, dass der in Zukunft hauptamtliche LSVS-Vorstand laut Gesetz nicht nur wirtschaftliche, sondern auch sportliche Kompetenz mitbringen soll. Kein Zugeständnis machte die Politik an anderer Stelle: Die LSVS-Spitze wollte, dass der künftige Aufsichtsrat sportpolitisch die Richtung vorgibt. Davon findet sich im Gesetz nichts. Weshalb sich LSVS-Präsident Adrian Zöhler mit dem Papier nicht „sehr“, aber „grundsätzlich zufrieden“ zeigt.

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