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Krankenhäusern droht Überlastung – Intensivpatienten ins Saarland verlegt

Kein Platz mehr auf Intensivstationen : Krankenhäuser vor Überlastung – Patienten aus Baden-Württemberg ins Saarland verlegt

Den Krankenhäusern in Baden-Württemberg droht schon jetzt die Überlastung. Jetzt soll das Saarland helfen und zwei Intensivpatienten aufnehmen. Wo genau sie unterkommen.

Das Universitätsklinikum in Homburg und das Klinikum Saarbrücken sollen jeweils einen Schwerkranken versorgen. Denn in Baden-Württemberg droht Krankenhäusern die Überlastung. Deshalb sollen nun Patienten in andere Bundesländer verlegt werden.

Nach SZ-Informationen suchte das Land für sieben Patienten freie Intensivbetten in Hessen, Rheinland-Pfalz oder dem Saarland. Mit diesen Ländern bildet Baden-Württemberg im Rahmen des sogenannten Kleblatt-Konzepts einen Verbund. Um Intensivpatienten noch unterbringen zu können, wenn in einer Region der Kollaps bevorsteht. Der SWR berichtet unter Berufung auf das Sozialministerium in Stuttgart von einem Bedarf für sechs bis acht Covid-Patienten aus dem Raum Karlsruhe.

Angesichts der starken Belastung der Kliniken drängte Saar-Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) am Mittwoch darauf, die für den 9. Dezember geplante Ministerpräsidentenkonferenz zur Corona-Lage auf diese Woche vorzuziehen. Der Regierungschef verwies dabei auch auf die geplante Verlegung von Patienten aus anderen Ländern ins Saarland. "Wir müssen die drohende Überlastung des Gesundheitswesens mit aller Macht verhindern", sagte der CDU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur.

Update: Der erste Intensivpatient aus Baden-Württemberg ist in Saarbrücken angekommen. Mehr Informationen dazu hier.