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Kommentar zu Luftreiniger in Klassenzimmer im Saarland

Kommentar zu Luftreiniger in Klassenzimmer : Ein gutes Signal, das leider zu spät kommt

Dass der Innenminister jetzt den Geldbeutel für Lüftungsgeräte aufmacht, ist ein gutes Signal – kommt aber zu spät. Am Montag starten die Schulen nach zwei Wochen Herbstferien.

Die kalte Jahreszeit hat schon längst begonnen. In den Klassenräumen bei geöffneten Fenstern bibbern? Dass das der Gesundheit nicht förderlich ist, hätte man sich im Frühjahr schon denken können. Auch dass in vielen Schulen Fenster nicht richtig geöffnet werden können, ist ein Problem aus Vor-Corona-Zeiten. Unternehmen sind da schon weiter. Während des Lockdowns haben etwa viele Fitnessstudios ihre Klimatisierung aufgerüstet. Sieben Wochen waren die Schulen dicht. Zeit, die man damals hätte nutzen können, um eine Bestandsaufnahme vorzunehmen. Die beginnt aber erst jetzt.

Bouillon spricht von 10 000 Klassenzimmern. Bei Kosten von rund 2000 Euro pro Gerät macht das schlappe 20 Millionen. Zwar braucht nicht jede Schule einen Luftfilter, ja. Die vier Millionen sind auch nur ein Anfang, aber eben auch nur das. Einige Problem-Bauten bleiben dieses Jahr wohl trotzdem auf der Strecke.