1. Saarland
  2. Landespolitik

Kliniken im Saarland bitten Unternehmen um Schutzmasken

Corona-Krise : Schutzmasken gehen aus – Kliniken im Saarland bitten Industriebetriebe um Hilfe

Die Schutzmasken in Kliniken, Arztpraxen, Pflegeheimen und im Rettungsdienst gehen zur Neige. Die saarländischen Krankenhäuser wenden sich in einem Appell jetzt an saarländische Unternehmen. Sie hoffen, dass etwa Betriebe der Automobilindustrie Masken schnell zur Verfügung stellen können.

Der Mangel an Schutzmasken und sonstiger Schutzausrüstung für das Personal in saarländischen Krankenhäusern, Arztpraxen, Pflegeheimen und im Rettungsdienst nimmt bedrohliche Ausmaße an. Die Saarländische Krankenhausgesellschaft appelliert jetzt an Unternehmen, die Schutzmasken in ihrem Bestand haben, diese den Gesundheitseinrichtungen zur Verfügung zu stellen.

„Schutzmasken sind ein sehr großer Engpass in den Krankenhäusern, im Rettungsdienst, in den Praxen, in den Pflegeheimen“, schrieb der Geschäftsführer der Krankenhausgesellschaft, Thomas Jakobs, am Samstag. „Wir bitten alle Betriebe im Saarland: Schauen Sie nach, ob Sie Schutzmasken in Ihrem Bestand haben. Prüfen Sie bitte, ob Sie diese zur Krankenversorgung schnell und unbürokratisch zur Verfügung stellen können.“ Jakobs vermutet, dass zum Beispiel Autohersteller, Autozulieferer oder sonstige Unternehmen Schutzmasken („einfache, FFP2 oder FFP3“) in ihrem Bestand haben.

Eine Sprecherin der Krankenhausgesellschaft ergänzte, dass neben Masken auch Schutzkleidung oder Schutzbrillen fehlten. Bereits vor wenigen Tagen hatte die Krankenhausgesellschaft geschildert, es gebe Krankenhäuser, in denen die Masken nur noch für wenige Tage reichen. Derzeit gebe es noch keine Klinik, die keine Masken mehr hat, hieß es.

Ähnliche Probleme gibt es im Rettungsdienst, wo vorkurzem eine zugesagte Lieferung von 15.000 Masken kurzfristig weggebrochen ist.

Zwar hat der Bund zehn Millionen Schutzmasken bestellt, das entspräche nach dem üblichen Verteilschlüssel etwa 120.000 Exemplaren fürs Saarland. Allerdings wird damit gerechnet, dass diese nicht ausreichen werden, wenn die Infektionszahlen schnell ansteigen.

Kontakt: Saarländische Krankenhausgesellschaft, E-Mail: mail@skgev.de, ab Montag telefonisch von 8 bis 17 Uhr unter (0681) 926110