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Kitabetrieb im Saarland während Corona

Corona-Verordnung im Saarland : Alle Kita-Kinder willkommen – Tests für alle Beschäftigten

Die Landesregierung rückt von ihrer Empfehlung an Eltern ab, die Betreuung der Kinder möglichst privat zu organisieren und weitet Teststrategie aus.

Ab Montag entfällt die Empfehlung der saarländischen Landesregierung an die Eltern, für ihre Kinder möglichst eine private Betreuung zu organisieren (wir berichteten). In den Kitas wird es einen Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen geben. Hygienekonzepte müssen eingehalten und Lüftungsprotokolle geführt werden. Die Betreuung soll weiter in festen Gruppen stattfinden. Die Beschäftigten sollen Masken tragen. Die Kinder sind ausgenommen. Die Kita-Träger würden über das zuständige Landesjugendamt über die geltenden Hygiene- und Infektionsschutz-Regelungen noch informiert, teilten am Mittwoch das Bildungs- und das Sozialministerium mit.

„Wir wissen, wie wichtig der Zugang zu den frühkindlichen Bildungs- und Betreuungsangeboten in den Kitas für Kinder ist und dass viele Eltern von Kita-Kindern unter großem Druck stehen. Bei vielen sind die Kräfte am Ende und sie müssen Familie und Beruf auch in der Pandemie miteinander vereinbaren können“, sagte Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot (SPD).

Ab kommender Woche soll zudem das Testangebot für Kita-Beschäftigte ausgebaut werden. Zweimal wöchentlich sollen sich die Mitarbeiter auf Kosten des Landes mit Schnelltests auf eine Infektion mit dem Coronavirus testen lassen können, um zusätzliche Sicherheit zu erreichen. Das Sozialministerium stehe hierzu mit der „ärztlichen Seite“ in Verhandlungen, Schnelltests aus den Mitteln der Landesreserve stünden bereit. Die Orgsanisation der Testungen erfolge über das Sozialministerium und das Landesjugendamt.

„Mit der Ausweitung der freiwilligen Testangebote für die Beschäftigten in den Kitas sorgen wir für zusätzliche Sicherheit. Das in der Landesregierung zu ermöglichen, war mir wichtig“, sagte Streichert-Clivot. Sozialministerin Monika Bachmann (CDU) ergänzte: „Dem hervorragenden Engagement aller Träger der Betreuungseinrichtungen, den Leitungen und allen Beschäftigten in den Einrichtungen vor Ort ist es zu verdanken, dass die Eltern und Sorgeberechtigten ihre Kinder in der ganzen Zeit in guten Händen wissen.“

Saar-Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot (SPD) Foto: MBK/Christian Hell/Christian Hell

Nach Angaben des Diakonischen Werks an der Saar sind die Krippen im Land derzeit durchschnittlich zu 61,9 Prozent ausgelastet, die Kitas zu 43,1 Prozent und die Horte zu 33,1 Prozent. Der Betreuungsbedarf werde wohl mit der neuen Corona-Verordnung ab kommender Woche stark zunehmen.