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Kinder im Saarland dürfen mit Schnupfen in die Kita

Empfehlung des Gesundheitsministeriums : Kinder im Saarland dürfen mit Schnupfen in die Kita

Kinder im Saarland dürfen wieder mit Schnupfen in die Kita. Das ist eine Empfehlung des saarländischen Gesundheitsministeriums. Hier die Details.

Ab der kommenden Woche öffnen die saarländischen Kindertageseinrichtungen im Regelbetrieb. Das heißt alle Kinder können wie gewohnt ihre Kita besuchen. Für viele Erzieherinnen und Erzieher stellt sich allerdings die Frage, wie sie mit Kindern umgehen sollen, die mit Schnupfen, Husten oder Halsschmerzen in die Kita kommen. Das saarländische Gesundheitsministerium hat nun eine Empfehlung bekanntgegeben: Kinder im Saarland dürfen wieder mit Schnupfen in die Kita kommen.

Grundsätzlich gilt nach Angaben des Ministeriums auch in der Coronavirus-Pandemie die allgemein gültige Regel, dass Kinder, die Fieber haben oder eindeutig krank sind, unabhängig von der Ursache, nicht in die Betreuung gegeben werden sollten.

Darüber hinaus sehen die Empfehlungen folgende Maßgaben vor:

  • Für Kinder, die einen banalen Infekt ohne deutliche Beeinträchtigung des Wohlbefindens beziehungsweise ohne deutlichen Krankheitswert haben zum Beispiel nur Schnupfen, leichter Husten oder die eine bekannte Symptomatik, wie Heuschnupfen oder Pollenallergie aufweisen, ist ein Ausschluss von der Betreuung nicht erforderlich.
  • Hat ein Kind zum Beispiel Husten, Halsschmerzen, erhöhte Temperatur soll – wie sonst auch bei Infekten mit einem ausgeprägtem Krankheitswert – die Genesung abgewartet werden. Wenn das Kind 48 Stunden symptomfrei ist, kann dann die Einrichtung ohne weitere Auflagen, das heißt ohne ärztliches Attest und ohne Testung wieder besucht werden. Die Symptomfreiheit nach einem Infekt soll dann von den Eltern schriftlich bestätigt werden.
  • Kinder mit deutlicher Beeinträchtigung des Wohlbefindens oder mit anhaltendem starken Husten sollten ärztlich vorgestellt werden, sodass ärztlicherseits nach einer gründlichen Anamnese und körperlicher Untersuchung eine Testung auf SARS-CoV-2, wenn keine andere Erklärung für die Symptomatik vorliegt, veranlasst werden kann.

Die Empfehlungen wurden in Zusammenarbeit mit den Gesundheitsämtern der saarländischen Landkreise und des Regionalverbandes Saarbrücken, der Staatlichen Medizinaluntersuchungsstelle am Universitätsklinikum des Saarlandes, dem PAEDINE SAAR-Netzwerk und dem Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie abgestimmt.

„Es war es uns wichtig, dem Personal in den Einrichtungen insbesondere auch Kriterien an die Hand zu geben, wie der Besuch von Kindern, die mit Schnupfen oder Erkältungssymptomen in der Einrichtung sind, umzugehen ist. Zudem müssen sich Eltern nun auch keine Sorge mehr machen, dass die Betreuung ihres Kindes in der Kindertageseinrichtung aufgrund eines einfachen Schnupfens unterbrochen wird“, sagte Saar-Gesundheitsministerin Monika Bachmann.