JU für Erhalt Flüge von Saarbrücken nach Berlin

Kostenpflichtiger Inhalt: Nach Forderung von Fridays for Future : Keine Flüge ab Saarbrücken nach Berlin? CDU-Nachwuchs für Erhalt der Linienverbindung

Der Landesvorsitzende der Jungen Union (JU) weist Forderung der Klimaschützer nach Aus der Linienflüge zurück.

Bessere Bahnverbindungen, die die jetzigen Linienflüge zwischen Saarbrücken und Berlin unnötig machen? Diesem Ansinnen der Schülerbewegung Fridays for Future im Saarland hat am Freitag (23. August) Alexander Zeyer widersprochen. Der Landesvorsitzende der Jungen Union (JU) in einer Pressemitteilung „Radikale Forderungen sind zwar medienwirksam, aber in der Sache meistens nicht haltbar, so auch dieser Vorstoß von Fridays for Future.“

Zeyer: Drastische Auswirkung auf Wirtschaft

JU-Landeschef Alexander Zeyer. Foto: BeckerBredel

Zwar sei es auch das Ziel des CDU-Nachwuchses, „den Bahnverkehr gegenüber anderen Fortbewegungsmitteln deutlich attraktiver zu machen“. Gleichzeitig hält die JU aber an den Flügen ab Ensheim fest. Andernfalls habe das nach Ansicht von Zeyer zur Folge, dass Reisende in die Bundeshauptstadt, insbesondere Berufspendler, nicht etwa den Zug nehmen, sondern auf andere Flughäfen in der Region ausweichen würden, die solche Linienverbindungen anbieten. „Für den Klimaschutz wäre dadurch nichts gewonnen.“ Ungeachtet dessen hätte das Aus der Berlin-Verbindungen drastische Auswirkungen auf die Beschäftigten am einzigen saarländischen Flughafen.

Gesamtgesellschaftliches Anliegen

Klimaschutz sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, bei der die Politik Rahmenbedingungen setzen muss“ schreibt Zeyer weiter. Hier sei auch die Einsicht der Bürger gefragt, die durch Verbote nicht erzwungen werden könne.

Rückenwind aus dem Verkehrsministerium

Die Schülerdemobewegung Fridays for Future hatte tags zuvor gefordert, Linienflüge in die Hauptstadt mit Blick auf die Umweltunverträglichkeit einzustellen. Zumal auch die von Luxair als Betreiber der Verbindung angepeilten Passagierzahlen unter den Erwartungen zurückblieben. Auch das SPD-geführte Verkehrsministerium in Saarbrücken spricht sich indes für den Fortbestand der Strecke über den Luftweg aus.

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