Schließungspläne endgültig vom Tisch Jetzt offiziell: Träger ctt will Krankenhaus Lebach weiterführen

Lebach · Nachdem die ctt das Caritas-Krankenhaus Lebach aus wirtschaftlichen Gründen zunächst schließen wollte, sieht sie sich nun doch wieder in der Lage, es weiterzuführen. Damit hat sich eine von der Knappschaft geplante Übernahme erledigt.

 Das Caritas-Krankenhaus in Lebach soll nun doch am Netz bleiben. Der Träger ctt will an dem Standort festhalten.

Das Caritas-Krankenhaus in Lebach soll nun doch am Netz bleiben. Der Träger ctt will an dem Standort festhalten.

Foto: BeckerBredel

Die Cusanus-Trägergesellschaft Trier (ctt) will ihr Krankenhaus in Lebach nun doch weiterführen. Damit endet für die 500 Beschäftigten eine monatelange Hängepartie, nachdem die ctt-Aufsichtsgremien im März wegen wirtschaftlicher Probleme beschlossen hatten, eine Aufgabe des Standorts vorzubereiten.

Der Träger habe einem unabhängigen Testierer in den letzten Wochen nachweisen können, dass er den Weiterbetrieb des Krankenhauses Lebach wirtschaftlich sichern kann, teilte Gesundheitsministerium Monika Bachmann (CDU) am Montagabend mit. Damit hat sich das Übernahme-Angebot der Knappschaft erledigt.

„Die letzten Monate waren geprägt von einer großen Sorge des Personals, um die Zukunft ihres Krankenhauses und die akutstationäre Versorgung im Rahmen der Versorgungsraute für das nördliche Saarland“, so Bachmann. „Der Träger selbst hatte das Ende des Klinikbetriebs aus wirtschaftlichen Gründen angekündigt, sieht sich aber nun in der Lage, das Krankenhaus weiterzuführen. Die Landesregierung ist erleichtert, dass die Zeit der Ungewissheit nun vorüber ist.“

Das Gesundheitsministerium hat den Krankenhausträger aufgefordert, umgehend eine neue verbindliche Bauplanung für den Neubau eines Bettenhauses vorzulegen und notwendige Brandschutzmaßnahmen umzusetzen.

„In den vergangenen Monaten haben wir eine Vielzahl von Gesprächen mit weiteren möglichen Trägern, der Mitarbeitervertretung, dem Caritasverband und den Eigentümern der ctt geführt. Unser Ziel war es, den Krankenhausstandort im Herzen des Saarlandes zu erhalten. Dafür standen wir dem Träger während des gesamten Entscheidungsprozesses beratend, gleichwohl aber auch mahnend, zur Seite“, erklärt Staatssekretär Stephan Kolling (CDU).

Die saarländische Landesregierung ist weiterhin bereit, 30 Millionen Euro für einen Neubau in Lebach zu investieren. Dem Ministerium seien verbindliche Bürgschafts- und Medizinkonzeptionen vorgelegt worden, hieß es.

„Die letzten Monate waren belastend für das Personal, die Patientinnen und Patienten und alle Beteiligten. Der Träger muss nun weiter zeigen, dass er es ernst meint“, so Bachmann und Kolling.

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort