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Jeder zweite Saarländer über 60 hat Grippeimpfung

Auswertung der Techniker-Krankenkasse : Corona führt zu Boom bei Grippeimpfung

Techniker-Krankenkasse: Die Impfquote ist vor allem bei älteren Menschen stark gestiegen.

Die Zahl der Grippeimpfungen im Saarland ist in der vergangenen Grippesaison in allen Altersgruppen deutlich angestiegen. Von den Menschen über 60 Jahren ließ sich fast jeder Zweite gegen Grippe impfen. In dieser Altersgruppe stieg die Impfquote Vergleich zur Vorsaison um mehr als 14 Prozentpunkte auf 48,8 Prozent. Damit lag das Saarland knapp über dem Bundesdurchschnitt von 46,5 Prozent.

Das geht aus einer aktuellen Auswertung der Techniker-Krankenkasse (TK) hervor. Im Saarland hat sich von September 2020 bis Ende März 2021 jeder vierte TK-Versicherte (24,9 Prozent) impfen lassen. In den beiden Jahren zuvor waren es jeweils nur knapp über 15 Prozent gewesen. „Dieser Effekt ist klar auf die Coronapandemie zurückzuführen“, erklärt Stefan Groh, Leiter der TK-Landesvertretung Saarland. „Es ist wichtig, dass die Quote auch in der anstehenden Grippesaison hoch bleibt. Denn so kann die Belastung des Gesundheitssystems reduziert werden.“ Besonders die Risikogruppen, zu denen alte und vorerkrankte Menschen zählen, sollten sich laut Groh gegen Influenza impfen lassen.

Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt die Grippeimpfung unter anderem für Menschen ab 60 Jahren, Schwangere ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel sowie Personen mit gesundheitlicher Gefährdung, Bewohner von Alten- und Pflegeheimen und medizinisches Personal. Um rechtzeitig geschützt zu sein, empfiehlt die Stiko, sich ab Oktober bis Mitte Dezember impfen zu lassen. Laut EU-Ziel sollten sich mindestens 75 Prozent der älteren Menschen gegen Influenza impfen lassen.