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Innwurf: Innenminister sieht es gescheitert - GdP-Chef david Maaß widerspricht

GdP kontra Innenminister : Saar-Fußball – Kritik an Fanprojekt Innwurf stößt auf Unverständnis

Ist das Saarbrücker Fanprojekt Innwurf zur Gewaltprävention im Fußball gescheitert? Die GdP widerspricht Saar-Innenminister.

Kritik seitens der Gewerkschaft der Polizei (GdP) an Saar-Innenminister Klaus Bouillon (CDU): Demnach zeigt sich der GdP-Landeschef David Maaß „verwundert“ über Bouillons skeptische Haltung gegenüber Fußball-Fanprojekten. Nach Maaß’ Auffassung seien diese „wichtige sozialpädagogische Maßnahmen zur Gewaltprävention“.

So sehe der Innenministers im Fanprojekt Innwurf „keinen gesamtgesellschaftlichen Mehrwert“, schreibt Maaß. Dabei seien nach einem Beschluss der Innenministerkonferenz „die positiven Wirkungen von Fanprojekten anerkannt“. Sie sollen demzufolge in Kooperation mit der Deutschen Fußball-Liga (DFL) und dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) sogar noch stärker subventioniert werden“. Diese Projekte schützten auch Polizisten bei ihren Einsätzen während Fußballspielen.

Maaß: „Es stößt auf Unverständnis, dass Innenminister Bouillon das Fanprojekt Innwurf nach einem vollkommen friedlich abgelaufenen Saar-Derby in Frage stellt.“

Bouillon hatte am Rande der Begegnung Homburg – Saarbrücken am Wochenend den Dialog mit den Fußballfans für gescheitert erklärt. Er halte das dafür investierte Fördergeld für hinausgeworfen. Er begründete dies mit den Zwischenfällen bei der Regionalligapartie Saarbrücken – Mannheim mit Attacken gegen die Polizei einige Wochen zuvor. Deswegen stelle er die Gesamtsumme von 200 000 Euro für das von der Arbeiterwohlfahrt (Awo) getragene Fanprojekt Innwurf in Frage. 30 000 Euro davon stellt das Saarland bereit.