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Innovationsbevollmächtigter ​Ammar Alkassar verklagt saarländische Landesregierung

Rechtsstreit um früheren Saar-Innovationsbevollmächtigten : Ammar Alkassar verklagt offenbar die Landesregierung

Ammar Alkassar war unter Ex-Ministerpräsident Tobias Hans der Innovationsberater des Saarlandes. Die neue Landesregierung hat ihn entlassen, dagegen klagt er offenbar.

Der ehemalige Innovationsbevollmächtigte Ammar Alkassar hat nach SZ-Informationen die saarländische Landesregierung vor dem Verwaltungsgericht verklagt. Demnach sei er mit seiner Kündigung als politischer Beamter nach dem Regierungswechsel nicht einverstanden. Bis Anfang Mai 2022 war er im Amt, der ehemalige Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) hat ihn am 1. August 2018 ins Amt gehoben, angeblich mit einer B7-Besoldung, die mehr als 10 000 Euro im Monat einbringe. Politischen Beamten stehe nach fünf Jahren ein Ruhegehalt von mindestens 35 Prozent zu, diese fünf Jahre aber habe Alkassar knapp verfehlt, berichtet nun der SR.

Alkassar will sich selbst nicht äußern

Alkassar selbst wollte im Gespräch mit der SZ zur Klage nichts sagen. Der Deutsche mit syrischen Eltern ist in Aachen geboren, ging in Homburg zur Schule, studierte Elektrotechnik und Informatik in sieben Semestern. Nach drei Jahren in New York gründete er im Saarland 2006 das Cybersicherheitsunternehmen Sirrix AG. 2015 übernahm Rohde & Schwarz für geschätzte 100 Millionen Euro Sirrix, wurde dann zur Rohde & Schwarz Cybersecurity Gmb, die Alkassar als CEO und steuerte. 2018 verließ er das bayerische Unternehmen und kam zurück ins Saarland.