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In Saarbrücken vor Staatskanzlei Protest gegen Atombomben

Protest-Aktion vor der Staatskanzlei in Saarbrücken : Friedensnetz sendet „Weckruf“ an Tobias Hans

Mitglieder des Friedensnetzes Saar kündigen eine Protest-Aktion vor der Saarbrücker Staatskanzlei am Hiroshima-Tag an. Am Freitag, 6. August, sollen dort 20 Wecker klingeln. Was ist der Hintergrund für diesen „Weckruf“ am Nachmittag?

Das Friedensnetz Saar will am kommenden Freitag, 6. August, ab 15 Uhr auf dem Ludwigsplatz in Saarbrücken vor der Staatskanzlei gegen die Politik der atomaren Bewaffnung in Deutschland protestieren. Am 76. Jahrestag des Abwurfs der ersten US-Atombombe über der japanischen Großstadt Hiroshima planen Mitglieder des saarländischen Arbeitskreises für Frieden und Menschenrechte, 20 Wecker vor dem Regierungssitz von Saar-Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) rasseln lassen.  „Sie stehen für die 20 in Büchel/Eifel stationierten US-Atombomben“, sagte Waltraud Andruet, Sprecherin des Friedensnetzes Saar, der SZ.  Das Friedensnetz wolle auf die „Untätigkeit der Landesregierung zum Schutz der Bevölkerung vor der Atomkriegsgefahr“ aufmerksam machen, sagte Andruet. Angesichts des neuen Wettrüstens sei die  menschheitsbedrohende Gefahr eines Nuklearkriegs noch nie so groß gewesen. „Wir fordern den Ministerpräsidenten Tobias Hans auf, dem saarländischen Landtag eine Bundesratsinitiative zum Abzug der Atomwaffen aus Büchel vorzulegen“, sagte die Friedensnetz-Saar-Sprecherin.

Gleichzeitig erkläre sich das Friedensnetz Saar solidarisch mit den Menschen, die für den Abzug der US-Atombomben aus der Eifel fasteten. Horst-Peter Rauguth, geistlicher Beirat der katholischen Pax-Christi-Sektion in Deutschland, beteilige sich mit der Regionalgruppe Cochem-Zell daran, so Andruet.