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Impfzentren im Saarland öffnen früher als geplant: Die Impfgipfel-Ergebnisse

Die Beschlüsse des Impfgipfels : Impfzentren im Saarland öffnen früher als geplant

Bereits am vergangenen Wochenende hatte die Landesregierung angekündigt, die Impfzentren in Saarlouis und Neunkirchen ab Dezember wieder in Betrieb zu nehmen. Jetzt soll der Start also vorgezogen werden. Das wurde unter anderem beschlossen beim Impfgipfel an diesem Montag.

Es geht um den Kurs, den das Saarland in den kommenden Wochen und Monaten gegen das Corona-Virus fahren wird: Der Impfgipfel gegen die vierte Welle.

Gesundheitsministerin Monika Bachmann hatte für diesen Montag zu einem Impfgipfel geladen. Eingeladen seien die Landräte, die Leiter der Impfzentren, die Kassenärztliche Vereinigung, die Ärztekammer und Vertreter der Betriebsärzte. „Alle arbeiten gemeinsam seit Beginn der Pandemie daran, die Menschen zu schützen“, erklärte die Gesundheitsministerin.

Zu den Maßnahmen, die das Saarland jetzt ergreift, gehört offenbar auch: die Impfzentren noch früher zu öffnen als geplant. Bereits am vergangenen Wochenende hatte die Landesregierung angekündigt, die Impfzentren in Saarlouis und Neunkirchen ab Dezember wieder in Betrieb zu nehmen. Jetzt soll der Start also vorgezogen werden. Bereits am Montag soll es losgehen – statt im Dezember. Das gab das Gesundheitsministerium in einer Mitteilung zum Gipfel bekannt.

<aside class="park-embed-html"> <blockquote class="twitter-tweet"><p lang="de" dir="ltr">Ab kommenden Montag sollen drei <a href="https://twitter.com/hashtag/Impfzentren?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#Impfzentren</a> im <a href="https://twitter.com/hashtag/Saarland?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#Saarland</a> öffnen. Die beiden in Saarlouis und Neunkirchen sollen früher als geplant wieder eröffnet werden, in Wadern-Büschfeld soll ein neues entstehen. Das ist das Ergebnis des heutigen Impfgipfels.</p>&mdash; SR aktuell (@SRaktuell) <a href="https://twitter.com/SRaktuell/status/1462779652842397703?ref_src=twsrc%5Etfw">November 22, 2021</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script> </aside>
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Demnach sollen ab kommenden Montag drei Impfzentren im Saarland öffnen. Saarlouis und Neunkirchen sollen früher wieder eröffnet werden als ursprünglich geplant. Zudem soll das Impfzentrum in Wadern-Büschfeld öffnen, wie die SZ bereits am Freitag berichtete. Das vierte Impfzentrum in Saarbrücken soll erst im Januar öffnen (mehr Infos hier).

Bislang wurden bereits 73.000 Auffrischimpfungen landesweit durchgeführt. Das Saarland liegt im bundesweiten Ranking auf Platz fünf und damit über dem Bundesdurchschnitt (ZI Report 19. November). Bis Jahresende werden seitens des Landes weitere 70.000 Impftermine in den saarländischen Impfzentren vergeben. Die Termine können online oder telefonisch gebucht werden. Das Buchungsportal soll am Wochenende freigeschaltet werden. Ab Januar werden weitere Impftermine rollierend im Buchungsportal verfügbar.

Was wurde noch beschlossen auf dem Impfgipfel im Saarland?

Es wurde ein Impfziel von 300.000 Impfungen bis zum Ende des Jahres festgesetzt. „Viele Ärzte planen zusätzlich Sonderimpftermine. Auch die saarländischen Krankenhäuser werden Impfangebote für medizinisches Personal machen“, schreibt das Ministerium. „An der Einführung einer zweiten Schicht in den Impfzentren, sowie der Aufrechterhaltung der mobilen Impfangebote wird mit Hochdruck gearbeitet. Eine entsprechende Ausschreibung für medizinisches Personal läuft aktuell landesweit. Dies wird die Zahl der buchbaren Termine weiter erhöhen.“

Impfangebot am Arbeitsplatz: Im Zusammenhang mit der Einführung der 3-G Regelung am Arbeitsplatz wurden die Betriebsärztinnen und -ärzte gebeten, ein Impfangebot in den Unternehmen vorzuhalten, um dadurch die saarländische Impfkampagne zu unterstützen.

Was wo wann geimpft wird: Das Impfzentrum Nord, mit Standort in Büschfeld, verimpft ausschließlich Moderna. Alle weiteren Impfzentren halten sowohl ein Impfangebot mit BioNTech als auch Moderna vor. Eine Auffrischimpfung wird mit BioNTech oder Moderna erfolgen. Personen unter 30 Jahren sollen mit BioNTech geimpft werden. Auch wenn die 1. und 2. Impfung mit BioNTech erfolgte, kann die Auffrischung mit Moderna erfolgen oder umgekehrt.

Gesundheitsministerin Bachmann sprach sich deutlich gegen die geplante Begrenzung für Lieferungen des Biontech-Impfstoffs an die Ärzteschaft aus. „Wir haben dem Bundesgesundheitsministerium nach Bekanntwerden der Pläne zur Deckelung der Liefermengen beim Impfstoff Biontech sehr deutlich mitgeteilt, dass wir mit diesem Vorgehen nicht einverstanden sind“, erklärte die CDU-Politikerin am Sonntag.